Hamas und Fatah verhandeln wieder miteinander
Im Bemühen um die Bildung einer gemeinsamen Regierung haben die Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas unter der Vermittlung Ägyptens ihre Verhandlungen wieder aufgenommen. Wie die ägyptische Nachrichtenagentur Mena am Sonntag meldete, begannen die Gespräche am Vorabend in Anwesenheit ägyptischer Geheimdienstvertreter in Kairo.
Bei den Diskussionen gehe es darum, "Mittel zur Umsetzung des Versöhnungsabkommens" zu erörtern, sagte ein Vertreter der gemäßigten Fatah. Ein Sprecher der radikalislamischen Hamas sagte, es sei ihr "ernst" mit der raschen Umsetzung der Vereinbarung.
Die rivalisierenden Bewegungen hatten im April ein Abkommen geschlossen, das die Bildung einer Übergangsregierung aus unabhängigen Politikern vorsieht, die bis Mai 2012 Präsidentschafts- und Parlamentswahlen organisieren soll. Die jordanische Nachrichtenagentur Petra zitierte Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas am Sonntag mit den Worten, es werde keine "Regierung der nationalen Einheit" sondern eine "Regierung aus Unabhängigen, eine Übergangsregierung" angestrebt. Abbas traf in Jordanien mit König Abdullah II. zusammen.
Hauptstreitpunkt ist derzeit allerdings, wer diese Übergangsregierung anführen soll. Die Hamas lehnt den von der Fatah favorisierten bisherigen palästinensischen Regierungschef Salam Fayyad ab und fordert einen Ministerpräsidenten aus dem Gazastreifen, den sie kontrolliert.













