Libysche Rakete traf beinahe italienisches Schiff
Eine offenbar von Libyen aus abgefeuerte Rakete ist in der Nähe eines italienischen Kriegsschiffes im Mittelmeer eingeschlagen. Die Fregatte "Bersagliere" war zu dem Zeitpunkt rund zwölf Seemeilen (22 Kilometer) von der Küste des Bürgerkriegslandes entfernt, berichteten italienische Medien. Das Geschoß landete etwa zwei Kilometer weit weg von dem Schiff im Wasser.
Der italienische Verteidigungsminister Ignazio La Russa bestätigte den Vorfall und erklärte, es könne sich um eine libysche Rakete oder auch um ein ins Meer gefallenes Luftabwehrgeschoß gehandelt haben. Er ließ damit offen, ob gezielt eine Rakete auf die Fregatte abgefeuert wurde.
Das italienische Kriegsschiff entfernte sich aus Vorsicht weiter von der Küste. Italien macht bei dem NATO-Einsatz gegen das Regime von Machthaber Gaddafi mit.
Unterdessen haben die libyschen Rebellen nach eigenen Angaben am Dienstag einen Angriff von Gaddafi-Truppen nahe der Stadt Zlitan abgewehrt. Die Regierungseinheiten seien mit heftigem Beschuss vertrieben worden, teilte ein Kommandant der Aufständischen am Mittwoch mit. Die Rebellen seien vor dem Angriff nicht zurückgewichen und hätten ihr Terrain in schweren Kämpfen behauptet.
Zlitan liegt im Westen des Landes und wird seit Tagen von den Gaddafi-Gegnern angegriffen. Die Kontrolle über die Stadt soll den Aufständischen den 160 Kilometer langen Weg in die Hauptstadt Tripolis ebnen.
Der Vormarsch der Rebellen ist seit Wochen nicht vorangekommen. Trotz Luftunterstützung der NATO sind sie den Gaddafi-Truppen bei Bewaffnung, Ausrüstung und Organisation unterlegen. Ein Sprecher Gaddafis sagte in Tripolis, die Aufständischen seien an den Stadtgrenzen von Zlitan abgefangen und nach Dafniya zurückgeschlagen worden.












