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Zuletzt aktualisiert: 02.08.2011 um 17:27 UhrKommentare

"USA sind Parasit der Weltwirtschaft"

Der russische Premierminister Wladimir Putin lästert über die USA. Die Amerikaner belasteten die Weltwirtschaft mit ihren Problemen und "leben wie Parasiten". Auch das chinesische KP-Organ warnt vor Gefahren für die Weltwirtschaft.

Foto © APA

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat die USA für ihre Finanzpolitik scharf kritisiert. Washington verhalte sich in der internationalen Finanzwelt "wie ein Parasit" und bringe mit der Monopolstellung des Dollars die gesamte Weltwirtschaft ins Wanken, sagte Putin bei einem Ferienlager kremltreuer Jugendlicher.

"Die USA leben auf Pump, und das ist für eine der führenden Volkswirtschaften der Welt sehr schlecht", betonte er in einer Rede, deren Text die Regierung am Dienstag im Internet veröffentlichte. International sei Zeit für Alternativen zum Dollar, sagte Putin. Dies könnte ein "fester Euro" sein.

Problem nur aufgeschoben

Auch das Zentralorgan der Kommunistischen Partei Chinas, "Renmin Ribao" (Volkszeitung), sieht in der in letzter Minute erreichten Verhinderung der Zahlungsunfähigkeit keine Lösung der Schuldenprobleme der USA. Das Problem sei im Endeffekt nur aufgeschoben worden. Es sei damit zu rechnen, dass der Schuldenberg der weltgrößten Volkswirtschaft weiter anwachse. "Dies wirft einen Schatten auf die Erholung der US-Konjunktur und erhöht auch die Gefahren für die Weltwirtschaft", heißt es in einem Kommentar der führenden Zeitung in Peking vom Dienstag. China hält rund 3,2 Billionen Dollar in ausländischen Staatsanleihen, wovon etwa 70 Prozent in die US-Währung investiert sind, und ist der größte Gläubiger der USA. "Der Dollar bleibt eine harte Währung, die alle anderen Länder akzeptieren müssen", heißt es weiter.

Nach wochenlangem Nervenkrieg ist eine drohende Staatspleite der USA so gut wie abgewendet. Nur einen Tag, bevor die weltgrößte Volkswirtschaft zahlungsunfähig geworden wäre, billigte das US-Repräsentantenhaus in der Nacht auf Dienstag den Schuldenkompromiss von Demokraten und Republikanern. Nun steht noch die Zustimmung des Senats aus. Ein Scheitern wird bei dem für Dienstag gegen 18.00 Uhr MESZ geplanten Votum nicht erwartet. Dann kann Präsident Barack Obama das Gesetz unterzeichnen, durch das die Schuldenobergrenze angehoben werden und das Land weiter seine Rechnungen bezahlen kann.


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