Verfahren gegen US-Bürger in Teheran
Zwei Jahre nach ihrer Festnahme im Iran haben sich zwei US-Bürger am Sonntag dem Revolutionsgericht in Teheran stellen müssen. Ihnen wird Spionage vorgeworfen. Die Verteidiger erklärten der Nachrichtenagentur ISNA, es seien die Plädoyers gesprochen worden. Staatsanwalt Gholam-Hossein Mohseni-Edschehi sagte, das Urteil werde demnächst gefällt werden. Ein Datum nannte er nicht.
Die Anwälte drückten die Hoffnung aus, dass die beiden im Zuge des Fastenmonats Ramadan freikommen könnten. Der Ramadan beginnt am Montag und gilt als Monat der Vergebung.
Die drei US-Bürger Shane Bauer, Josh Fattal und Sarah Shourd waren im Juli 2009 nahe der unmarkierten Grenze zum irakischen Kurdistan verhaftet worden. Sie waren dort als Autostopper unterwegs. Shourd konnte im September 2010 gegen eine Kaution von 500.000 Dollar (350.631 Euro) und das Versprechen, für einen Prozess zurückzukehren, in die USA ausreisen. Sie war auf medizinische Behandlung angewiesen. Alle drei gaben an, die Grenze unabsichtlich überschritten zu haben.












