Letzter 9/11-Prozess in den USA vor Entscheidung

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Fast zehn Jahre nach den Anschlägen auf das New Yorker World Trade Center ist der letzte Prozess von Hinterbliebenen in eine entscheidende Phase getreten. Ein Richter in Manhattan hat nach Angaben der "New York Times" vom Donnerstag den Einspruch der Fluggesellschaft gegen die Klage einer Familie aus Boston abgewiesen. Damit wird die Familie aller Voraussicht Schmerzensgeld erhalten.
Die Eltern hatten am 11. September 2001 ihren Sohn verloren. Der 31 Jahre alte Mark Bavis war im zweiten Flugzeug, das islamistische Terroristen vor fast zehn Jahren in das World Trade Center steuerten. Die letzten 21 Minuten seines Lebens hatte er mit seinen Eltern aus dem Flugzeug telefoniert und von der Entführung und seiner Angst berichtet, bevor die Maschine in dem Hochhaus explodierte. Es müssen "21 Minuten des Grauens gewesen sein", räumte Richter Alvin K. Hellerstein ein. In dem Prozess geht es auch darum, ob den Hinterbliebenen neben einer Abfindung für den Tod des Mannes auch ein Schmerzensgeld wegen der Todesangst zusteht.
Bei den Anschlägen waren fast 3.000 Menschen ums Leben gekommen. Fast alle Hinterbliebenen wurden aus einem vom Staat initiierten Milliardenfonds abgefunden - nur die Eltern von Mark Bavis klagen weiter. Seine Mutter wirft United Airlines und einer Sicherheitsfirma Versagen vor: Die Terroristen hätten niemals mit Teppichmessern und Pfeffersprays an Bord kommen dürfen. Die United-Anwälte argumentieren hingegen, die Mutter des Opfers habe gar nicht das Recht, zu klagen. Das gestand der Richter der Frau jedoch ausdrücklich zu. Allerdings liege es auch an ihr, die angeblichen Verfehlungen bei der Personenkontrolle nachzuweisen.












