Libysche Rebellen nahmen Ortschaft El Ghasaja ein

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Die libyschen Rebellen haben am Donnerstag die an der Grenze zu Tunesien gelegene Ortschaft El Ghasaja eingenommen. Obwohl sie von mehreren Seiten angegriffen wurden, gelang es den Aufständischen, das Dorf vollständig unter Kontrolle zu bringen. Der Nationale Übergangsrat der Rebellen hat unterdessen den 74-jährigen Schriftsteller Mahmud Nacua zum Botschafter in London ernannt.
Die Offensive gegen El Ghasaja hatte am Mittwoch begonnen, wie ein Militärvertreter in Zenten sagte. Von den Bergen in der Nähe der Ortschaft hatten die Truppen von Machthaber Gaddafi die von den Rebellen kontrollierte Stadt Nalut mit Raketen beschossen. In der bergigen Region Nafusa im Südwesten der Hauptstadt Tripolis liefern sich Gaddafis Truppen und Rebellen seit Monaten erbitterte Kämpfe.
Der neue Botschafter der Rebellen in London, Mahmud Nacua, lebt nach Angaben des Koordinators des Nationalen Übergangsrats, Guma el Gamati, seit drei Jahrzehnten im Exil. Seit den 1980er Jahren sei der 74-jährige Intellektuelle in der Opposition engagiert. Seine Ernennung erfolgte einen Tag nachdem London den Nationalen Übergangsrat als einzige legitime Regierung Libyens anerkannt hatte. Die in der libyschen Botschaft verbliebenen Diplomaten von Gaddafis Regierung wurden aufgefordert, das Land zu verlassen.
Unterdessen prüfen auch die USA die Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen mit den Aufständischen in Bengasi. Die Anfrage des Übergangsrats, in Washington eine eigene Botschaft zu eröffnen, werde geprüft, sagte US-Außenamtssprecher Mark Toner am Mittwoch. Sein Land stehe der Bitte grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Der frühere Botschafter Gaddafis in Washington, Ali Audschali, war im Februar zu den Rebellen übergelaufen. Mitte Juli hatten die USA den Übergangsrat als Vertreter Libyens anerkannt.












