Bartenstein: "Die Bahn darf nicht Fass ohne Boden bleiben"
Der Ex-Minister gibt wieder politisch Gas. Agrarier suchen wegen Haltung von Muttersauen einen Kompromiss.

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Mit Wehmut vernahm Martin Bartenstein die Einigung über die Ökostrom-Förderung. Die Materie ist ihm seit Jahren ein Anliegen, zuerst als Minister, dann als Energiesprecher der ÖVP im Nationalrat. Doch seit der Kür Michael Spindeleggers ist Bartenstein Verkehrssprecher und damit der Mann, der sich mit den ÖBB anzulegen hat. "Die Bahn darf nicht ein Fass ohne Boden bleiben", ist sein Credo. Den Wunsch der ÖBB-Spitze, der defizitären Frachttochter RCA eine Kapitalspritze aus Steuermitteln zu gewähren, hält er für den "falschen Weg". Die Bahn sollte lieber Kraftwerke verkaufen, die nicht zu ihrem Kerngeschäft gehören. Dafür handelte sich Bartenstein bereits postwendend das Njet der SPÖ ein.
Schweinebauern in Not
Ein anderes Njet bringt die Schweinebauern in Nöte. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) soll heute ein Kompromiss über die Haltung der Muttersauen abgerungen werden. Seit Monaten versucht die Spitze der Agrarier - Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer, und Fritz Grillitsch, Chef des ÖVP-Bauernbunds -, schweren Schaden von den Landwirten abzuwenden, wenn Stöger ihnen aus Tierschutzgründen mehr Bewegungsfreiheit für die Sauen verordnen will. So ein Alleingang käme die Bauern teuer zu stehen. Und sie glauben Grund zur Befürchtung zu haben, dass die Konsumenten der Tierschutz kaum kümmert und dass sie lieber billiges Importfleisch kaufen.












