Neue Vorwürfe gegen Scotland Yard

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In der Abhöraffäre um die mittlerweile eingestellte Boulevardzeitung "News of the World" sind neue Vorwürfe gegen die britische Polizei laut geworden. Überlebende der Terroranschläge in London vom 7. Juli 2005 werfen Scotland Yard vor, Kontaktdaten von Überlebenden an die Boulevardzeitung weitergegeben zu haben, wie die Sonntagszeitung "The Observer" berichtete.
Laut der Präsidentin einer Opfervereinigung, Beverli Rhodes, sei die vertrauliche Liste mit Adressen und Telefonnummern der Überlebenden entweder an die "News of the World" oder an die Zeitungsgruppe News International von Rupert Murdoch weitergereicht oder verkauft worden. "Scotland Yard hatte die vollständige Liste mit den Kontaktdaten der Überlebenden", sagte Rhodes. "Ich bin ziemlich sicher, dass die 'News of the World' auf diese Weise meine Adresse bekommen hat."
Demnach tauchten Reporter der Zeitung nur drei oder vier Wochen nach ihrem Umzug bei ihr auf. "Nur die Post, die Bank, der Arzt und Scotland Yard hatten meine neue Adresse." Anwälte sollten den Vorwürfen gegen Scotland Yard nun auf den Grund gehen. Vier Selbstmordattentäter hatten sich im Juli 2005 in drei Londoner U-Bahn-Zügen und einem Bus in die Luft gesprengt und dabei 52 Menschen getötet und rund 700 verletzt.
Die zum Medienkonzern Rupert Murdochs gehörende "News of the World" war vor kurzem eingestellt worden, als herauskam, dass Journalisten der Zeitung nicht nur Prominente abgehört und Polizisten bestochen, sondern auch Handy-Mailboxen der Angehörigen von getöteten Soldaten sowie eines entführten Mädchens, Milly Dowler, gehackt hatten. Die Zeitung soll auch die Mailboxen von Überlebenden oder Angehörigen der Opfer der Londoner Anschläge geknackt haben.












