Treffen zwischen Außenminister Süd- und Nordkoreas
Nach den unerwarteten Gesprächen zwischen Süd- und Nordkorea zur atomaren Abrüstung haben die USA einen ranghohen Gesandten Pjöngjangs zu weiteren Verhandlungen eingeladen. Der stellvertretende nordkoreanische Außenminister und frühere Atom-Unterhändler Kim Kye-gwan werde Ende der Woche in die USA reisen, erklärte US-Außenministerin Clinton am Sonntag.
Clinton hatte zuvor am Treffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN in Indonesien teilgenommen. Kim werde bei seinem Besuch in New York mit verschiedenen US-Beamten zusammentreffen, hieß es. Bei den Gesprächen werde es um die notwendigen Schritte hinsichtlich der Wiederaufnahme der sogenannten Sechsergespräche zum nordkoreanischen Atomprogramm gehen.
Am Freitag hatten sich die Atom-Unterhändler Süd- und Nordkoreas, Wi Sung-lac und Ri Yong-ho, am Rande des ASEAN-Treffens zu einem mehr als zweistündigen Gespräch getroffen. Im April 2009 hatte Nordkorea die Sechs-Länder-Gespräche über sein Atomprogramm abgebrochen.
Es waren die ersten direkten Kontakte zwischen den Außenministern beider Länder seit drei Jahren. Ende Mai hatte das kommunistische Nordkorea noch jeden Kontakt mit der südkoreanischen Regierung von Präsident Lee Myung-bak ausgeschlossen und Seoul Militärschläge angedroht.
Nordkorea hatte sich zuletzt mehrfach zu einer Fortsetzung der Atomgespräche mit den USA, China, Südkorea, Russland und Japan bereiterklärt. Eine konkrete Zusage gab es bisher nicht. Die USA und Südkorea fordern bisher unter anderem vor einer neuen Sechser-Runde sichtbare Schritte Pjöngjangs zum Abbau seines Atomprogramms.












