"Kernzone wird nicht verletzt"
Die Begehung auf dem Mölltaler Gletscher hat ergeben, dass die Grundstücksgrenze zum Nationalpark beim Liftbau nicht überschritten wird. Bürgermeister sieht das weiterhin anders.

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Von den Bauarbeiten für den neuen Vierersessellift auf dem Mölltaler Gletscher ist nach dem neusten Stand die Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern nicht betroffen. Das hat gestern eine Begehung des Gebietes ergeben. "Ein Sachverständiger der Agrarbehörde ist zu dem Schluss gekommen, dass die Kernzone nicht berührt wird", sagt Albert Kreiner, Leiter der Abteilung Wirtschaftsrecht und Infrastruktur des Landes. Das bestätigt auch Nationalpark-Direktor Peter Rupitsch: "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, was die Begehung ergeben hat. Und somit ist für uns der Fall vorerst einmal abgeschlossen."
Wasserscheide als Grenze
Noch lange nicht zu Ende ist das Ganze für den Großkirchheimer Bürgermeister Peter Suntinger. Denn der Sachverständige habe sich auf eine andere Katastergrenze bezogen. "Vor Jahren wurde die Wasserscheide als Nutzungsgrenze vereinbart. Sie muss anerkannt werden." Notfalls will Suntinger sogar klagen. Der Bürgermeister hofft jetzt auf einen Runden Tisch, bei dem alle Unklarheiten bereinigt und der Grenzstreit geklärt werden soll. Das Gespräch soll in den nächsten Tagen stattfinden - und zwar mit allen Beteiligten, auch mit dem bis dato nicht zu erreichenden Tiroler Seilbahnunternehmer Heinz Schultz.
Bei der gestrigen Begehung wurde außerdem vom Sachverständigen festgestellt, dass die derzeitige Trasse für die Sesselbahn dem eingereichten Projekt (Gesamtinvestition sechs Millionen Euro) entspricht. "Es gibt keine spontane Trassenänderung", erklärt Kreiner.
Die eingestellten Bauarbeiten auf dem Mölltaler Gletscher werden allerdings erst dann fortgeführt, wenn es eine naturschutzrechtliche Bewilligung für den Sessellift gibt. So lange bleibt das Projekt ein Schwarzbau.












