Libyens Gaddafi wird "niemals das Land verlassen"

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Libyens Machthaber Gaddafi hat Forderungen nach seinem Rückzug erneut eine Absage erteilt. "Ich werde niemals das Land meiner Vorfahren verlassen und das Volk, das sich für mich opfert", sagte Gaddafi in einer ausgestrahlten Rede vor Tausenden Menschen in Az-Zawiya, westlich der Hauptstadt Tripolis. In der Nacht wurde unterdessen Tripolis von zahlreichen schweren Explosionen erschüttert.
Er sei bereit, sich für sein Volk zu opfern, sagte Gaddafi, der seit fünf Monaten gegen einen von NATO-Luftangriffen unterstützten bewaffneten Aufstand kämpft. Die Vertreter der internationalen Libyen-Kontaktgruppe hatten bei einem Treffen am Freitag in Istanbul erneut den Rückzug Gaddafis gefordert. Sie erkannten den Nationalen Übergangsrat der Rebellen als offizielles Organ mit Regierungsvollmacht an. Zugleich forderte die Kontaktgruppe die Bildung einer Übergangsregierung.
Gaddafi bezeichnete in seiner Rede die Rebellen als "Ratten", die "das Volk in Benghazi, in Misrata und in den Bergen des Westens in Geiselhaft genommen" hätten und als "menschlichen Schutzschild" missbrauchten. Die Stadt Benghazi (Bengasi) im Osten Libyens ist die Hauptstadt der Rebellen, das 200 Kilometer östlich von Tripolis gelegene Misrata (Misurata) ist ebenfalls in Rebellen-Hand.
In der Nacht wurde die Hauptstadt Tripolis von zahlreichen schweren Explosionen erschüttert. Mehrere Detonationen waren zu hören. Das libysche Staatsfernsehen berichtete, die NATO sei Luftangriffe auf militärische und zivile Ziele in zwei Stadtteilen von Tripolis geflogen. Dabei habe es Tote gegeben.
Die Rebellen sind unterdessen in die östliche Hafenstadt Brega eingedrungen und haben sich nach eigenen Angaben in einem Wohngebiet schwere Straßenkämpfe mit Gaddafi-Truppen geliefert. Den Aufständischen zufolge hielten sich 3.000 Gaddafi-treue Kämpfer in Brega verschanzt. Eine Einnahme von Brega wäre ein Meilenstein im Kampf gegen den Machthaber.












