200 Festnahmen bei Massenprotesten in Syrien

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Bei Massenprotesten in Syrien sind nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 200 Demonstranten festgenommen worden. Mehr als die Hälfte von ihnen wurde in der Stadt Homs festgenommen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mitteilte. Unter den Festgenommenen in der Hauptstadt Damaskus war demnach auch der Drehbuchautor und Professor Ussama Ghanam.
Bei Protesten in mehreren Städten wurden den Angaben zufolge mindestens 15 Menschen von den Sicherheitskräften erschossen. Am Freitag waren nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten allein in der Protesthochburg Hama fast eine halbe Million Menschen auf die Straße gegangen.
Nach Angaben von Human Rights Watch (HRW) werden syrische Soldaten und Sicherheitskräfte dazu gezwungen, auf Demonstranten zu schießen. Wer sich dem Befehl widersetze, müsse damit rechnen, selbst getötet zu werden, berichtete die Menschenrechtsorganisation unter Berufung auf Aussagen von Deserteuren, die in Nachbarländer wie dem Libanon oder die Türkei geflohen sind. Ihre Vorgesetzten hätten ihnen gesagt, dass sie gegen "Eindringlinge, Salafisten und Terroristen" kämpften, berichteten laut HRW insgesamt zwölf Deserteure übereinstimmend. Sie seien "überrascht" gewesen, stattdessen nur "unbewaffnete Demonstranten" angetroffen zu haben.












