Zuwanderung 2010 wieder angestiegen
In Österreich lebten 2010 1,543 Millionen Menschen mit Migrations-Hintergrund. Das sind 18,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Zuwanderung ist wieder angestiegen, die Zahl der Asylwerber war weiter rückläufig.

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Das geht aus dem Integrationsbericht des Innenministeriums hervor, der der APA vorliegt. Die Zuwanderer sind etwas jünger als die Österreicher, bekommen mehr Kinder - haben teilweise ein schlechteres Bildungsniveau und damit weniger Chancen am Arbeitsmarkt.
2010 wanderten 114.000 Personen zu, 87.000 verließen das Land. Die Abwanderung blieb damit gleich, die Zuwanderung stieg (um 7.000 Personen) - wegen der Erholung der Konjunktur und der stärken Nachfrage nach Arbeitskräften.
Erhöht - auf 59.000 EU-Bürger - hat sich die Zuwanderung aus der EU, besonders aus Rumänien, Ungarn, der Slowakei und Polen; den größten Anteil stellten die Deutschen (18.000). 39.000 Zuwanderer kamen aus Drittstaaten, ein Drittel davon aus den Staaten des früheren Jugoslawien und dem restlichen Europa, ein weiteres Drittel aus Asien und Afrika. Gering fiel die Zuwanderung aus der Türkei (4.000) aus. 16.000 Zuzüge entfielen auf zurückkehrende Österreicher.
Auf 11.000 verringert hat sich die Zahl der Asylwerber; die meisten kamen aus der Russischen Föderation, vor allem Tschetschenien, Afghanistan, dem Kosovo, Nigeria und Indien.
Von den Menschen mit Migrationshintergrund waren 1,139 Millionen im Ausland geboren, 404.600 gehörten der "zweiten Generation" an. Die größte Herkunftsgruppe stellte zum Stichtag 1. Jänner 2011 Deutschland (220.000), gefolgt von Serbien, Montenegro und Kosovo (209.000), der Türkei (185.000), Bosnien und Herzegowina (131.000), Kroatien (70.000), Rumänien (68.000), Polen (60.000), der Tschechischen Republik (45.000), Ungarn (41.000) und Italien (29.000).
Die Zahl der Einbürgerungen sank weiter auf 6.135 (2009 8.100). Eingebürgert wurden vor allem Ex-Jugoslawen und Türken. Fast die Hälfte der Zuwanderer blieb nicht länger als fünf Jahre, 45 Prozent der 2002 bis 2005 Zugewanderten gingen wieder weg. Am längsten bleiben die Türken, gut drei Viertel von ihnen waren nach fünf Jahren noch hier.
Die Zuwanderer sind etwas jünger - ihr Durchschnittsalter lag am 1. Jänner 2011 bei 40,4 Jahren, das der Inländer bei 41,9 Jahren. Dies lag vor allem an Migranten aus Drittländern, die EU-Bürger waren im Durchschnitt älter als die Gesamtbevölkerung.
Den 2010 ausgewiesenen Geburtenüberschuss von 1.543 verdankt Österreich den Zuwanderern. Denn bei den Österreichern überwogen 2010 die Sterbefälle (mit 7.374), bei den Ausländer die Geburten (8.917). Österreicherinnen gebaren durchschnittlich 1,32 Kinder, Frauen ausländischer Herkunft 1,87. Eingebürgerte Frauen haben sich "angepasst", sie bekamen weniger Kinder als ausländische Staatsbürgerinnen (1,50 gegenüber 2,01).
Die Migranten leben konzentrieren in wenigen Regionen: Nur zehn Prozent der Gemeinden nahmen mehr als 80 Prozent der Ausländer auf, 40 Prozent entfielen alleine auf Wien.












