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    Zuletzt aktualisiert: 04.07.2011 um 20:01 UhrKommentare

    Nach Habsburg-Tod: Ein Trauerzug durch halb Europa

    Otto Habsburg wird bis zu seiner Beisetzung am 16. Juli in drei Kirchen, darunter auch in Mariazell, aufgebahrt. Einer alten Habsburger-Tradition zufolge, wird das Herz getrennt vom Leichnam bestattet, jenes von Otto von Habsburg kommt ins ungarischen Kloster Pannonhalma.

    Otto von Habsburg wird in der Kapuzinergruft bestattet

    Foto © ReutersOtto von Habsburg wird in der Kapuzinergruft bestattet

    Nichts deutet vor der Kapuzinergruft darauf hin, dass diese unscheinbare, schlichte, einschiffige Kirche am Neuen Markt inmitten des Wiener Geschäftsviertels in wenigen Tagen wieder Schauplatz von aufwendigen Begräbnisfeierlichkeiten sein wird: Keine einzige Kerze, kein Blumenstrauß liegt vor der Eingangstüre, an der sich das uralte, schaurig-schöne Habsburger-Ritual wiederholen wird, bei dem der oberste Sargträger - an der Spitze des Leichenzugs - um Einlass bittet.

    Vorbereitungen auf Hochtouren

    Auch der Andrang zur Kaisergruft war am Montagnicht größer als an einem typischen Montag in der touristischen Wiener Hochsaison. Die Kapuzinerpatres hatten dennoch alle Hände voll zu tun: Im Minutentakt läutete das Telefon - mit Journalisten aus aller Welt am Ende der Leitung, die Auskünfte über die bevorstehende Beisetzung des ältesten Sohnes des letzten Kaisers in knapp zwei Wochen haben wollten.

    Wenig überraschend sind, wie aus gut informierten Kreisen zu erfahren waren, die Begräbnisfeierlichkeiten von langer Hand geplant. Otto Habsburg wird zunächst drei Tage in der Kirche St. Ulrich in Pöcking am Starnbeger See aufgebahrt - unweit der Villa Austria, wo der 98-Jährige im Kreise seiner sieben Kinder Montag frühmorgens verschied. Anschließend wird der Sarg mit den sterblichen Überresten nach München überführt, Habsburg hat mehr als die Hälfte seines Lebens in Bayern verbracht. Für die CSU saß er gut 20 Jahre im EU-Parlament.

    Zusammenführung mit Ehefrau Regina

    In genau einer Woche macht der Trauerzug in Mariazell Station, dort vollzieht sich ein bemerkenswertes Ritual: Am Vorplatz der Basilika der wohl bedeutendsten Wallfahrtskirche der alten Monarchie werden die Särge von Otto und seiner vor einem Jahr verstorbenen Ehefrau Regina zusammengeführt. Diese war im Februar 2010 vorübergehend auf der Veste Heldburg in der dortigen Gruft bestattet worden. Regina - aus dem Hause Sachsen-Meiningen - verbrachte ihre Kindheit auf dieser südthüringischen Burganlage. Zwei Tagen bleiben die beiden Särge vor dem Hochaltar aufgebahrt, in Mariazell hatten die beiden 2001 ihre Goldene Hochzeit gefeiert. Hauptzelebrant des Requiems ist der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari.

    Die große Totenmesse geht dann am 16. Juli im Stephansdom zu Wien über die Bühne, zelebriert von Kardinal Christoph Schönborn. Anschließend werden die Särge in einem Trauerzug durch die Wiener Innenstadt zur Kapuzinergruft geleitet. Zuletzt hatte Wien ein solches Spektakel 1989 bei der Beerdigung von Ottos Mutter, Zita, erlebt. Otto hatte im zarten Alten von vier Jahren bereits einen solchen Trauerzug beigewohnt, als sein Taufpate, Kaiser Franz Josef, 1916 verstarb.

    Herz wird getrennt bestattet

    Einer alten Habsburger Tradition zufolge werden Leichnam und Herz des Verstorbenen getrennt bestattet, zumeist in der Augustinerkirche wenige Meter von der Kapuzinergruft entfernt. Aus Reverenz gegenüber den Ungarn, bei denen Otto von Habsburg besonders populär war, hat er sich aber für das ungarischen Kloster Pannonhalma entschieden. Dort hatte er einige Jahre seiner Jugend im Knabeninternat verbracht.

    MICHAEL JUNGWIRTH

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