Französische Reporter in Afghanistan freigekommen
Zwei in Afghanistan entführte französische Journalisten sind nach mehr als 500 Tagen Geiselhaft wieder frei. Herve Ghesquiere und Stephane Taponier sollten bereits in einigen Stunden wieder in ihrer Heimat zurück sein, teilte Regierungschef Fillon am Mittwoch mit. Präsident Sarkozy dankte dem afghanischen Präsidenten Karzai für dessen Rolle in der Geiselkrise.
Die Journalisten des öffentlich-rechtlichen Senders France 3 waren am 30. Dezember 2009 gemeinsam mit drei afghanischen Begleitern bei Recherchen für eine Magazin-Sendung verschleppt worden. Zu der Tat bekannten sich die islamistischen Taliban-Rebellen.
In einer im April vergangenen Jahres verbreiteten Videobotschaft drohten die Taliban, die Geiseln zu töten, falls Paris sich nicht für die Freilassung islamistischer Häftlinge einsetze. Im Jänner warfen sie den Journalisten "Spionage" vor. Die französische Regierung versicherte zwei Monate später, sie sei im Gespräch mit den Entführern. Die Sender von France Televisions, dem Mutterhaus von France 3, hatten täglich in den Nachrichten an ihre beiden Kollegen erinnert und die Tage der Geiselhaft gezählt. Zusammen mit den Reportern kamen nach Angaben des Senders auch ihre drei Begleiter frei.












