Bashir wegen Haftbefehls verspätet in China

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Aus Angst vor einer Festnahme ist der wegen Kriegsverbrechen gesuchte sudanesische Präsident Omar al-Bashir erst mit 24-stündiger Verspätung zu einem offiziellen Besuch in China eingetroffen. Das chinesische Außenministerium teilte am Dienstag mit, dass Bashir von Präsident Hu Jintao zu Gesprächen über bilaterale Fragen erwartet werde.
Bashir war bereits am Vortag per Flugzeug von Teheran in Richtung Peking abgeflogen, hatte dann den Flug überraschend abgebrochen. Das sudanesische Außenministerium teilte dazu mit, das Flugzeug des Präsidenten sei nach Teheran umgekehrt, da es das Territorium Turkmenistans hätte überfliegen müssen. Nach offiziell unbestätigten Berichten hatte er für seinen zweiten Anlauf pakistanisches Territorium überflogen. Bashir hatte nach Informationen der "Sudan Tribune" befürchtet, dass ihn die Flugroute über Länder führen könnte, die den Internationalen Strafgerichtshof anerkennen und ihn womöglich zur Landung zwingen könnten.
Bashir soll sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag verantworten, mit dem China nicht kooperiert. Der Gerichtshof hat gegen Bashir Haftbefehl wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen in der westsudanesischen Konfliktregion Darfur erlassen. Erst am Montag hat der Gerichtshof auch gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi Haftbefehl wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen erlassen.












