Nach Haftbefehl wird es eng für Gaddafi

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Für den libyschen Machthaber Gaddafi wird es eng. Die Rebellen marschieren vom Süden und Westen auf die Hauptstadt Tripolis zu. Beobachter vermuten, dass die Zahl der Funktionäre, die Gaddafi noch die Treue halten, in den kommenden Tagen weiter sinken wird. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag Haftbefehle hatte gegen ihn, seinen Sohn Saif al-Islam und den Geheimdienstchef erlassen.
"Der Vormarsch der Rebellen ist nicht konstant, sondern stockend, aber man merkt, dass sie sich langsam der Hauptstadt nähern", sagte ein Bewohner von Tripolis am Dienstag. Die Medien der Aufständischen meldeten, ihre Truppen stünden aktuell bei Bir al-Ghanam im Südwesten und Surman im Westen. Die Gaddafi-Truppen hätten in der Stadt Al-Zawiya zahlreiche Zivilisten festgenommen, Familien aus ihren Häusern vertrieben sowie Söldner und Munition in die Stadt geschafft. Die 50 Kilometer westlich von Tripolis gelegene Stadt soll möglicherweise zum Bollwerk gegen einen Ansturm der Rebellen auf die Hauptstadt aufgebaut werden.
Die Stimmung der Bevölkerung in den von den Regierungstruppen kontrollierten Landesteilen hat sich nach Einschätzung von Beobachtern durch den am Montag verkündeten Haftbefehl nicht geändert. Im inneren Zirkel Gaddafis habe die Entscheidung, die von der Regierung als "illegale politische Einflussnahme Europas" bezeichnet wurde, aber schon Auswirkungen, hieß es.













