Wieder Zivilisten in Syrien getötet

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In Syrien bleibt die Lage weiter angespannt. Die syrischen Sicherheitskräfte haben nach Darstellung von Menschenrechtlern fünf Zivilisten erschossen. In der Stadt Kiswa bei Damaskus seien zwei Demonstranten getötet worden, die an Beerdigungen von Opfern der Gewaltaktionen teilgenommen hätten, erklärte eine Menschenrechtsgruppe am Wochenende.
Bei Durchsuchungen von Häusern in Damaskus und in Kuseir an der Grenze zum Libanon seien zudem drei Menschen erschossen worden. Überhaupt hat die syrische Armee ihre gewaltsamen Einsätze gegen Zivilisten an den Landesgrenzen am Wochenende weiter ausgeweitet. In dem Ort Kassir nahe der westlichen Stadt Homs an der Grenze zum Libanon, wo am Vortag zwei Menschen getötet wurden, waren am Sonntag weiter Schüsse zu hören, wie Rami Abdel Rahman von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sagte. Auch an der Grenze zur Türkei setzte die Armee ihren Einsatz fort.
Schüsse seien am Sonntag auch in Homs gefallen. Erst am Freitag waren bei Einsätzen des Militärs gegen zehntausende Demonstranten nach Angaben von Aktivisten 18 Menschen erschossen und zahlreiche weitere verletzt worden. Seit Beginn der Proteste Mitte März kamen laut Menschenrechtlern bereits mehr als 1300 Menschen ums Leben. Weitere 10.000 Zivilisten wurden demnach festgenommen.
In Syrien gibt es seit Monaten Proteste gegen Staatschef Bashar al-Assad. Am kommenden Montag wollen rund 100 syrische Dissidenten in Hotel in Damaskus zusammenkommen, um nach einem Ausweg aus der Krise zu suchen. "Die Teilnehmer der Konferenz sind zwar nicht die Wortführer der Demonstrationen", sagte ein syrischer Aktivist, "aber es sind Persönlichkeiten der Opposition, die in den vergangenen Monaten wegen ihres Rufes nach Reformen zeitweilig verhaftet worden waren."













