Laut Umfrage große Mehrheit für E-Medikation

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Trotz des Streits zwischen Ärztekammer und Sozialversicherung scheint der Pilotversuch zur E-Medikation in der Bevölkerung gut anzukommen. Laut einer aktuellen Oekonsult-Umfrage sprechen sich 84 Prozent dafür aus und lehnen eine Beendigung ab. 74 Prozent halten den Grundgedanken sinnvoll, nach der Medikamentenverschreibung durch den Arzt auch noch eine zweite kontrollierende Meinung einzuholen.
Mit der E-Medikation werden vom Arzt verordnete oder vom Apotheker rezeptfrei erhältliche Medikamente elektronisch erfasst, um mögliche Wechselwirkungen und Mehrfachverschreibungen entdecken zu können. Mit dem Pilotprojekt gibt es allerdings Probleme, unter anderem, weil der Hauptverband der Sozialversicherungsträger es nicht ausgeschrieben hatte. Die Ärztekammer forderte daher einen sofortigen Stopp. Auch die Beteiligung der Bevölkerung ist geringer als erhofft.
Laut Umfrage zeigen zwei Drittel der Befragten Toleranz für die Startschwierigkeiten. 79 Prozent wünschen sich dabei den Gesundheitsminister als Streitschlichter, 87 Prozent wollen die Einbeziehung der Patientenanwaltschaft. Knapp mehr als die Hälfte, nämlich 54 Prozent, fürchten sich bei der E-Medikation nicht vor Datenmissbrauch.












