Wieder "blauer Postenschacher"
Die Serie von Schulleiter-Besetzungen mit parteipolitischem Hintergrund reißt nicht ab: Eine Klassenvorständin der Sporthauptschule Spittal wurde als provisorische Leiterin der Musik-Hauptschule Seeboden bestellt.

Foto © KKDie Musikhauptschule Seeboden hat mit Jasmin Possegger eine provisorische Leiterin bekommen, die FPK-Vertreterin im Landesschulrat ist
Die Serie von Schulleiter-Besetzungen mit parteipolitischem Hintergrund reißt nicht ab. Der jüngste "Fall" wird aus Seeboden gemeldet. Dort muss die Direktorin der Musikhauptschule Sigrid Stuppnig ersetzt werden, die in die Pension wechselt. Normalerweise wird der dienstälteste Lehrer der Schule zum provisorischen Leiter bestellt. In Seeboden hat man eine andere Vorgangsweise gewählt: Klassenvorstand Jasmin Possegger aus der Sporthauptschule Spittal wurde wenige Wochen vor Schulschluss als provisorische Direktorin nach Seeboden versetzt. Während man sie in Spittal ihrer Klasse entzogen hat, braucht sie in Seeboden eigentlich niemand, denn sie hat dort keine Lehrverpflichtung. Offizielle Begründung: Possegger soll in Seeboden den geplanten Umstieg auf die Neue Mittelschule vorbereiten. Diese Vorgangsweise hat jetzt den SP-Landtagsabgeordneten Alfred Tiefnig auf den Plan gerufen. "Schon wieder riecht es in einer Oberkärntner Schule nach blauem Postenschacher", analysierte er am Freitag und knüpfte die Forderung an: "Es wird Zeit, dass mit dem FPK-Privilegien-Stadel aufgeräumt wird. "Pikanterweise" so Tiefnig, sei die neue provisorische Leiterin von der FPK entsandte Lehrervertreterin im Kollegium des Landesschulrates.
Mit dem "Fall Seeboden" konfrontiert, gab FPK-Chef und Bildungsreferent Uwe Scheuch an, über diesen Fall nicht informiert zu sein. Schulinspektorin Helga Knicek sei zuständig. Die jedoch, ehemals freiheitliche Landtagsabgeordnete, war am Fenstertag nicht erreichbar.












