Das neue Hortgesetz stößt auf Widerstand
Mit 1. März hat das Land seine Subventionen für Kindergärten und Horte kräftig gekürzt. Die SP-Frauen haben nun eine Unterschriftenaktion gestartet, mit der der Landtag aufgefordert wird, die Subventionskürzungen für die Kinderbetreuung zurückzunehmen.

Foto © Parlamentsdirektion/Mike RanzAna Blatnik
Mit 1. März hat das Land seine Subventionen für Kindergärten und Horte kräftig gekürzt. Seitdem steigen die Betreuer dieser Einrichtungen auf die Barrikaden. Unlängst haben Caritas und Ursulinen im Landhaushof gegen die Kürzungen demonstriert, gestern haben SP-Frauen und -Bürgermeister ihren Unmut zum Ausdruck gebracht.
Ana Blatnik, Vorsitzende der SP-Frauen, rechnet vor: "Durch das neue Gesetz sind 7,7 Millionen Euro an Mehrkosten entstanden, die jetzt von den Gemeinden und den Eltern getragen werden müssen. Denn jede Kindergarten- oder Hortgruppe bekommt seit 1. März 8000 Euro weniger vom Land." Noch gravierender sei die Entwicklung bei der Nachmittagsbetreuung, also bei den Horten. Dort werden für jede Gruppe nur mehr 21.000 statt früher 30.000 Euro bezahlt.
Auf die betroffenen Eltern umgerechnet bedeute das, so Blatnik, eine Mehrbelastung von 35 Euro pro Kind: "Viele Alleinerziehende können sich das nicht mehr leisten." Sie verweist auf eine Supermarkt-Verkäuferin mit zwei Kindern, der nach Abzug der Fixkosten 332 Euro pro Monat bleiben. Die könne sich eine Zusatzbelastung von 70 Euro "einfach nicht mehr leisten".
Mit Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Gemeindebund haben die SP-Frauen eine Unterschriftenaktion gestartet, mit der der Landtag aufgefordert wird, die Subventionskürzungen für die Kinderbetreuung zurückzunehmen.












