NATO-Angriffe in Libyens Hauptstadt Tripolis

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Die NATO hat am Dienstag erneut Kommandozentralen in der libyschen Hauptstadt Tripolis bombardiert. Das nordatlantische Bündnis werde fortfahren, "dem Regime die Fähigkeit zu nehmen, Angriffe zu koordinieren und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung anzuwenden", erklärte ein NATO-Sprecher am Dienstag in Neapel.
Massive Kritik in Richtung NATO übte Südafrika. Präsident Jacob Zuma sagte, die NATO missbrauche die UNO-Resolution zum Schutz der Zivilbevölkerung, um einen Regierungswechsel zu erzwingen. "Wir sind überzeugt, dass die in guter Absicht entstandene Resolution dazu missbraucht wird, einen Regimewechsel herbeizuführen, politische Morde zu begehen und das Land ausländisch militärisch zu besetzen", sagte Zuma. Südafrika spielt eine wichtige Rolle beim Versuch der Afrikanischen Union, eine Vermittlerrolle einzunehmen.
Liberia zog indes seinen diplomatischen Vertreter aus Triplois ab. Gaddafi verfüge über keine Legitimität mehr, erklärte das Präsidialamt in Monrovia. "Die Gewalt gegen das libysche Volk muss aufhören."
Gaddafi könnte nach den Worten seines geflohenen Zentralbankchefs Farhat Bengdara bald das Geld ausgehen. Angesichts eingefrorener Auslandsvermögen und der durch NATO-Luftschläge und Rebellenangriffe unterbrochenen Treibstofflieferungen werde das Regime binnen Wochen zusammenbrechen, sagte Bengdara am Montag der Finanznachrichtenagentur Bloomberg in Dubai.
Als er sich Ende Februar von Gaddafi losgesagt habe und außer Landes geflohen sei, habe das Regime noch über Barreserven im Umfang von 500 Millionen US-Dollar verfügt. "Es ist fast aufgebraucht", sagte Bangdara. "Sie haben keinen Treibstoff mehr für Panzer. Es ist eine Frage von Wochen", bis Gaddafi stürze.
Unterdessen griffen die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen auch auf Tunesien über. Zeugen zufolge feuerten Gaddafi-treue Soldaten mehrere Raketen auf tunesisches Gebiet ab. Polizeikreisen zufolge wurde die Grenze daraufhin von Tunesien mit einem Kampfflugzeug vom Typ F-5 und einem Hubschrauber überwacht. Bei dem Angriff wurde niemand verletzt.













