Verletzte und Festnahmen bei Auseinandersetzungen
In der Türkei gingen am Sonntag am Wahltag zum Teil die Wogen hoch: In Ankara gab es Auseinandersetzungen mit Anhängern der Regierungspartei AKP, der Wahlfälschung vorgeworfen wurde. In der Türkei wurden am Sonntag Parlamentswahlen abgehalten.

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Bei Auseinandersetzungen im Zuge der Parlamentswahl in der Türkei sind mehrere Menschen verletzt und etwa 40 weitere festgenommen worden. Im Viertel Keciören in der Hauptstadt Ankara sei am Sonntag eine Gruppe auf Anhänger der Regierungspartei AKP losgegangen und habe ihnen Wahlfälschung in einem Wahlbüro vorgeworfen, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi.
Vorwürfe der Wahlfälschung
Fünf Menschen hätten Faustschläge abbekommen, die Polizei habe in die Luft geschossen, um die Menge zu zerstreuen. Bei diesem Vorfall seien 14 Randalierer festgenommen worden. AKP-Vizechef Salih Kapusuz sprach von einer "Provokation" der zwei größten Oppositionsparteien Republikanische Volkspartei (CHP) und Nationalistische Aktion (MHP).
In der kurdisch geprägten Provinz Batman im Südosten des Landes wurden dem Bericht zufolge 34 Menschen festgenommen. Sie hätten "Druck" auf Wähler ausgeübt, damit sie für die unabhängigen Kandidaten einer pro-kurdischen Bewegung stimmten. In Viransehir habe ein unabhängiger Abgeordneter, der sich zur Wiederwahl stellte, zwei Polizeibeamte angegriffen.
50 Millionen Wahlberechtigte
Rund 50 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, über die Verteilung der 550 Parlamentssitze abzustimmen. Es kandidierten Bewerber von 15 Parteien sowie 200 unabhängige Kandidaten. Alle Umfragen sagten einen klaren Sieg der religiös-konservativen AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan voraus.
Außer der AKP konnten sich nur zwei Parteien Chancen ausrechnen, die Zehn-Prozent-Hürde für einen Einzug ins Parlament zu überwinden: Die im Mitte-links-Spektrum angesiedelte säkularistische CHP und die nationalistische MHP. Außerdem dürften bis zu 30 als Unabhängige antretende Kurden einen Sitz bekommen.












