Slowenien hält an Atomenergie fest
Slowenien hält in einem neuen nationalen Plan, der die Energiepolitik des Landes bis zum Jahr 2030 festlegt, an der Kernkraft fest. Ein am Freitag veröffentlichter Entwurf des Energieplanes sieht eine 20-jährige Verlängerung der Betriebsdauer des Atomkraftwerks Krsko bis zum Jahr 2043 vor. Der Ausbau eines zweiten Reaktors am selben Standort bleibt eine Option.
Die Atomkatastrophe in Fukushima stellt laut der slowenischen Wirtschaftsministerin Darja Radic die Atomenergie in ein neues Licht. "Trotzdem hat Slowenien wegen dieses Unfalls nicht vor, auf das Kernkraft-Szenario zu verzichten", sagte Radic am Freitag bei der Präsentation des Entwurfes. Der nationale Energieplan soll voraussichtlich bis Jahresende im Parlament verabschiedet werden. Dem Plan zufolge wird Slowenien bis 2030 zwischen 25 bis 29 Milliarden Euro in die Energieinfrastruktur investieren.
Der Entwurf des Energieplans sieht auf jeden Fall die Laufzeitverlängerung des AKW Krsko vor. Der Ausbau eines neuen Reaktors ist als eine Option in zwei von insgesamt fünf Szenarios angegeben. Am Ende einer öffentlichen Debatte über den Entwurf des Energieplanes wird sich die slowenische Regierung für eines der Szenarien entscheiden müssen.
Der Betriebstart des neuen Reaktorblocks mit einer Leistung von 1.000 bzw. 1.600 Megawatt wäre "vor dem Jahr 2030" vorgesehen. Der Leiter des Energiedirektorates im slowenischen Wirtschaftsministerium, Janez Kopac, glaubt nicht, dass der zweite Reaktorblock in Krsko viel früher gebaut werden kann. Als frühest mögliches Jahr der Inbetriebnahme ist zwar das Jahr 2022 angegeben. Nach ursprünglichen Plänen sollte der zweite Reaktor aber zwischen 2020 und 2025 fertig sein. Die Betriebsdauer des neuen AKW würde 60 Jahre betragen.












