Wieder keine Einigung über Status der Westsahara
Die marokkanische Regierung und die Befreiungsbewegung Polisario haben ihren Streit um den künftigen Status der westafrikanischen Region Westsahara erneut nicht beilegen können. Ein dreitägiges Treffen in New York endete ohne Einigung. Es war die inzwischen siebente Runde der informellen Gespräche. Eine Fortsetzung wurde für die zweite Juli-Hälfte vereinbart.
Marokko hat eine umfassende Autonomie für das umstrittene Gebiet vorgeschlagen. Die Polisario will dagegen in einem Referendum über die Zukunft der Westsahara abstimmen lassen.
Die Region wurde nach dem Abzug der spanischen Kolonialmacht 1975 zwischen Marokko und Mauretanien aufgeteilt. Marokko besetzte aber das gesamte Territorium, nachdem sich Mauretanien 1979 zurückgezogen hatte. Die Polisario nahm daraufhin den bewaffneten Kampf auf, der 1991 mit einem von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenstillstand endete. Die Befreiungsbewegung tritt für die Unabhängigkeit der rohstoffreichen Region ein.












