Zusammenstöße zwischen Palästinensern in Syrien
Nach einem tödlichen Grenzsturm von Palästinensern auf den Golanhöhen am Sonntag gab es offenbar erneute Zusammenstöße. Am Montag zogen etwa Hunderttausend Palästinenser in der syrischen Hauptstadt Damaskus zum Hauptquartier der PFLP (Volksfront für die Befreiung Palästinas) und stürmten dieses. PFLP-Angehörige schossen auf die Demonstranten. Dabei wurden 14 Demonstranten getötet, 43 verletzt.
Die Trauernden werfen der PFLP vor, die Demonstrationen an der Grenze zu Israel organisiert und die jungen Männer aufgehetzt zu haben, in den Tod zu gehen, "wegen Interessen, die nichts mit den Zielen der Palästinenser zu tun haben, sondern nur, um (Präsident Bashar al-, Anm.) Assad zu helfen, von den Aufständen in Syrien abzulenken." Das Hauptquartier der PFLP sei in Brand gesteckt worden.
Nach syrischen Angaben kamen bei den schweren Zusammenstößen auf den Golan-Höhen am Sonntag an der Grenze zu Israel 23 Menschen ums Leben. Weitere 350 Menschen hätten Schusswunden erlitten, als israelische Soldaten am Grenzzaun das Feuer auf Demonstranten eröffnet hätten. Aus Protest gegen die israelische Besetzung der Golan-Höhen seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 waren palästinensische Demonstranten Aufrufen im Internet zum Sturm auf die umstrittene Grenzlinie gefolgt. Die Lage war über Jahrzehnte ruhig, bis vor drei Wochen bis zu 13 Palästinenser bei Protesten von israelischen Soldaten erschossen wurden.












