Machtkampf in Japan wieder voll entbrannt

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Einen Tag nach dem überstandenen Misstrauensvotum ist in der japanischen Regierungspartei der Streit um Ministerpräsident Naoto Kan wieder voll entbrannt. Anlass waren Andeutungen Kans, er könne länger als in Aussicht gestellt im Amt bleiben. Nur mit der Zusage, bald zu gehen, hatte sich der Regierungschef die Unterstützung seiner Rivalen in der Demokratischen Partei sichern können.
Der frühere Regierungschef Yukio Hatoyama forderte Kan auf, zu seiner Ankündigung zu stehen, da dieser sonst ein Betrüger wäre. "Wenn er sein Wort nicht hält, werde ich die entscheidenden Schritte einleiten", sagte Hatoyama am Freitag. Dieser hatte die Übereinkunft mit Kan eingefädelt.
Hatoyama hatte am Donnerstag gesagt, der wegen seines Krisenmanagements nach der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe umstrittene Kan werde nach Vorlage des Sonderbudgets gehen. Das könne noch im Juni der Fall sein. Kan ließ dagegen am Abend in einem Fernsehinterview durchblicken, mindestens bis Jänner im Amt bleiben zu wollen.












