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Zuletzt aktualisiert: 02.06.2011 um 12:26 Uhr

Die FPK schlägt wild um sich

Kleine Zeitung, Kärntens Justiz und ein Primar als Zielscheiben hässlicher und völlig ins Leere gehende Attacken von Scheuch und Co.

Links: Kurt Scheuch, rechts: Uwe Scheuch

Foto © EggenbergerLinks: Kurt Scheuch, rechts: Uwe Scheuch

Die Enthüllung der wahren Pläne der Kabeg mit dem LKH Wolfsberg durch die Kleine Zeitung kehrten im FPK-Klubobmann Kurt Scheuch wieder einmal den "Reißwolf" hervor, der er eigentlich gar nicht sein will. Vielleicht kannte er, obwohl immerhin Aufsichtsratsvorsitzender, den Brief gar nicht, mit dem Kabeg-Chefin Ines Manegold den Vorstand der Wolfsberger Unfallchirurgie, Klaus Samlicki, wissen ließ, dass man zu einer Filiale der Klagenfurter Unfallabteilung werde - zu einem "Satellitendepartement". Der Kleinen Zeitung liegt das Schreiben vor und sie muss sich daher von Scheuch weder "falsche" noch "wieder einmal tendenzielle Berichterstattung" vorhalten lassen. Und schon gar nicht müssen wir uns angesichts der Beweise vor der angedrohten Klage fürchten - wie Scheuch selbst am besten weiß, sind Versuche, die Kleine Zeitung in Sachen Kabeg mundtot zu machen, in den vergangenen Monat vor Gericht wenig erfolgreich gewesen.

Unter jenen, die den Manegold-Brief zur Kenntnisnahme erhielten, war auch FPK-Landesrat Christian Ragger, der von der Kabeg-Chefin geradezu desavouiert wurde. Schließlich hatte er Anfang Mai gemeinsam mit ihr den Fortbestand der Unfallchirurgie garantiert. Am Mittwoch ließ Ragger Manegold per Aussendung wissen, dass er sich "erwarte, dass sie zu unserer Vereinbarung steht." Raggers Versuch, der Kleinen Zeitung eine "längst übliche einseitige Darstellung" anzudichten, ist daher wohl nur als Nebelgranate zu werten, welche von der Peinlichkeit des Alleingangs der Kabeg-Chefin ablenken soll.

Der absolute Tiefpunkt im hysterischen blauen Aussendungsreigen war aber die letztklassige und nebstbei klagsreife Attacke Kurt Scheuchs auf Primarius Samlicki, dem Scheuch unterstellte, den eigenen Betrieb zu beschädigen und das auch noch aus niederen Motiven, weil sein Wunsch, ein Jahr anhängen zu dürfen, nicht erfüllt worden sei. Falls es Scheuch entgangen sein sollte: Die geplante Demontage der Unfallchirurgie Wolfsberg hat Gesundheitsreferent Peter Kaiser (SPÖ) thematisiert . . .

Gegen die Justiz zieht einen Monat vor dem "Part oft the game"-Prozess FPK-Obmann Uwe Scheuch in der "Kärntner Woche" vom Leder. Er rechne mit keinem fairen Prozess und damit, dass man im Zweifel gegen ihn urteilen werde. Mit seinem Rücktritt ist aber selbst in diesem Fall nicht zu rechnen, denn Scheuch wörtlich: ". . . ich habe einen moralischen Zugang: Ich habe nichts getan." Sollte es Druck aus Wien auf den Koalitionspartner ÖVP geben, dann werde man wählen lassen und als Sieger hervorgehen.

WOLFGANG RAUSCH

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