Guantanamo-Prozess gegen 9/11-Verdächtige naht

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Die US-Militärs haben ihre Anklage gegen den mutmasslichen Chefplaner der Terroranschläge vom 11. September 2001, Khalid Scheich Mohammed, und vier weitere Mitangeklagte bekräftigt. Sie sollen unter anderem wegen Mordes, Flugzeugentführung und Terrorismus vor einem Sondertribunal im Gefangenlager Guantánamo auf Kuba vor Gericht kommen, teilte das US-Verteidigungsministerium am Dienstag mit.
Die Anklage müsse noch vom Chef der Militärkommission, Vizeadmiral Bruce MacDonald, offiziell bestätigt werden, hiess es aus dem Pentagon. Falls die Angeklagten verurteilt würden, drohe ihnen die Todesstrafe. Bei den Anschlägen auf das World Trade Center in New York waren rund 3000 Menschen ums Leben gekommen.
Bereits 2008 war erstmals Anklage erhoben worden. Die erneute Anklageerhebung war notwendig geworden, nachdem US-Präsident Obama unmittelbar nach seinem Amtsantritt 2009 einen Stopp der weltweit kritisierten Sondertribunale verhängt hatte.
Obama hatte versucht, das Verfahren gegen Scheich Mohammed vor einem Zivilgericht in New York zu eröffnen, war damit aber nach erbittertem Streit gescheitert. Auch wenn Obama offiziell weiter am Ziel einer Schließung des Guantanamo-Lagers festhält, musste er seine Haltung angesichts innenpolitischer Widerstände revidieren.
Anfang März billigte er die Wiederaufnahme der Militärtribunale, Anfang April kündigte sein Justizminister Holder den Prozess gegen Sheikh Mohammed und die vier mutmaßlichen Mitverschwörer an: den als Cheflogistiker der Hamburger Zelle geltenden Ramzi Binalshib, den Saudi-Araber Mustafa Ahmad Al-Hawsawi, einen Neffen Sheikh Mohammeds namens Ali abd Al-Aziz Ali sowie einen jemenitischen Al-Kaida-Mann, Walid bin Attash.












