Wahlschlappe für Lega Nord in der Lombardei

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Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi stöhnt wegen der schweren Niederlage beim zweiten Wahlgang der Kommunalwahlen am Sonntag und Montag, doch auch die mit dem Medienzaren verbündete Regierungspartei Lega Nord hat keinen Grund zum Feiern. Ein einziger Bürgermeisterkandidat der Partei von Umberto Bossi konnte sich beim zweiten Wahlgang in der Lombardei durchsetzen.
Lediglich der Bürgermeister der lombardischen Stadt Varese, Attilio Fontana, schaffte seine Wiederwahl im Duell gegen die Mitte-links-Kandidatin Luisa Oprandi und konnte somit seiner Lega Nord ein totales Debakel ersparen. Niederlagen musste die Lega Nord in Hochburgen wie Novara und Desio hinnehmen. Zum neuen Bürgermeister von Rho, der großen Gemeinde vor den Toren Mailands, in der 2015 die Weltausstellung Expo stattfinden soll, avancierte der Mitte-links-Kandidat Pietro Romano, der sich gegen den Lega-Kandidaten Fabrizio Cecchetti durchsetzen konnte, obwohl sich Bossi persönlich im Wahlkampf engagiert hatte.
Schwere Verluste hatte die Lega schon beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen hinnehmen müssen. Innenminister Roberto Maroni, Nummer Zwei der Lega Nord, konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. "Das Wahlergebnis ist für die Lega nicht positiv. Wir haben die Führungsposition, die wir auf lokaler Ebene hatten, verloren und müssen nun verstehen, warum", kommentierte Maroni.
Die rechtspopulistische Lega Nord zahlt einen hohen politischen Preis für ihre enge Allianz mit dem skandalerschütterten Berlusconi, will aber das Regierungsbündnis nicht verlassen. Die norditalienische Partei will bis Ende der Legislaturperiode 2013 in Rom in der Regierung bleiben, um die Föderalisierung Italiens durchzusetzen, das Hauptpunkt im Wahlprogramm der Lega Nord. Die Lega schiebt zum Teil der verbündeten Berlusconi-Partei Pdl "Volk der Freiheit" (Popolo della liberta) die Schuld für die Wahlschlappe in Mailand in die Schuhe.













