Zweiter Tag der Stichwahlen in Italien
In Italien wird am Montag der entscheidende zweite Durchgang der Provinz- und Kommunalwahlen fortgesetzt. Sechseinhalb Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, in 88 Kommunen zu wählen. Darunter sind die Millionenstädte Mailand und Neapel. Silvio Berlusconi hatte die Wahl zum "nationalen Test" für seine Mitte-Rechts-Regierung ausgerufen. Doch in Mailand droht dem Premier eine Schlappe.
Am Sonntag war die zweitägige Stichwahl schleppend angelaufen. Die Wahllokale sind heute noch einmal bis 15.00 Uhr geöffnet. Aussagekräftige Trends und Ergebnisse werden erst am späten Abend erwartet. Stichwahlen gibt es überall dort, wo kein Kandidat im ersten Durchgang mindestens 50 Prozent der Stimmen erhalten hatte.
Für Premier Berlusconi sind die Stichwahlen nach dem enttäuschen ersten Wahldurchgang ein wichtiger Test. Der Ministerpräsident könnte seine Heimatstadt und langjährige Hochburg Mailand an die Linke verlieren. Das wäre ein Schlag für die Mitte-Rechts-Regierung zwei Jahre vor Ende der Legislaturperiode. Der umstrittene Premier hatte die Kommunalwahlen zum nationalen Test ausgerufen. Das Interesse der Medien konzentriert sich auch auf den Wahlkampf in Neapel und Triest.












