Obama ehrt Opfer des Aufstands im Warschauer Ghetto

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US-Präsident Obama hat am Freitag bei seinem Besuch in Polen der Opfer des Aufstands im Warschauer Ghetto 1943 gedacht. Er legte einen Kranz am Fuß des zu Ehren der jüdischen Kämpfer errichteten Mahnmals nieder, bevor er mit polnischen Politikern und Vertretern der jüdischen Gemeinde sprach. Obama ließ sich auch die Baustelle des jüdischen Museums zeigen, das gegenüber dem Denkmal errichtet wird.
Obama wollte anschließend zu einem Arbeitsessen mit mehr als einem Dutzend Präsidenten aus Staaten Mittel- und Südosteuropas - darunter Bundespräsident Heinz Fischer - zusammenkommen. Für Samstag, dem letzten Tag von Obamas Europareise, waren Gespräche mit der polnischen Führung geplant.
Vor dem Krieg lebte in Polen die größte jüdische Gemeinde Europas. Nach dem deutschen Einmarsch im September 1939 wurden die 3,2 Millionen Juden des Landes in Ghettos interniert. Nachdem der größte Teil der Bewohner des Warschauer Ghettos durch Hunger und Seuchen umgekommen oder in Vernichtungslager deportiert worden war, begannen die Deutschen im April 1943 mit der Räumung des Viertels. Daraufhin erhoben sich tausende schlecht bewaffnete Kämpfer. Erst nach drei Wochen eines erbittert ausgetragenen Häuserkampfs gelang es den deutschen Truppen, den Aufstand niederzuschlagen.












