Von Abschiebung bedrohter Gambier festgenommen

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Die Polizei in Hall in Tirol hat am Freitag jenen 20-jährigen Gambier festgenommen, der in sein ursprüngliches Heimatland abgeschoben werden soll. Dies bestätigte die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck-Land. Dem Afrikaner war Anfang Mai von der evangelischen Kirche Asyl gewährt worden. Gegen die Maßnahme hatten zuvor rund 200 Menschenrechtsaktivisten vor der Polizeiinspektion Hall demonstriert.
Der Gambier hatte sich routinemäßig bei der Polizei gemeldet. Laut Bezirkshauptmannschaft soll er noch am Freitag in eine Unterkunft nach Wien gebracht werden.
Der Leiter des Referates "Fremdenwesen" in der Bezirkshauptmannschaft, Klaus Lamplmayr, verwies auf den negativen Ausgang des Berufungsverfahrens. Der 20-Jährige halte sich damit illegal in Österreich auf. Seinen Unterstützern riet Lamplmayr, "die Entscheidung zu akzeptieren".
Die Grüne Landessprecherin Ingrid Felipe kritisierte die Festnahme. Der 20-Jährige habe sich an alle Auflagen gehalten. Während noch die Zusicherung der Innenministerin über die Bildschirme laufe, den Fall des Gambiers genau zu prüfen und dabei vor allem humanitäre Gesichtspunkte zu berücksichtigen, stehe "dem Bleiberechts-Anwärter" offenbar die Abschiebung in das Land bevor, "wo ihm Verfolgung und Tod drohen". Man wolle die verbleibenden Stunden dazu nutzen, um alle politischen und juristischen Mittel auszunützen, "um diesen Akt der Unmenschlichkeit zu verhindern", erklärte Felipe in einer Aussendung.
Kritik an der Festnahme des 20-jährigen Gambiers kam am Freitag vom Direktor der Innsbrucker Caritas, Georg Schärmer. Auf der Strecke bleibe die Menschlichkeit, erklärte er in einer Aussendung. Die Grüne Menschenrechtssprecherin, Alev Korun, sah eine "Nagelprobe" für die neue Innenministerin Mikl-Leitner.













