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Zuletzt aktualisiert: 20.05.2011 um 11:45 UhrKommentare

Österreichischer Fotograf möglicherweise in Libyen getötet

Seit Wochen wird der südafrikanisch-österreichische Fotograf Anton Hammerl vermisst. Er war in Libyen in ein Feuergefecht geraten und angeschossen worden. Die Familie vermutet nun, dass er daraufhin gestorben ist.

Anton Hammerl wurde vermutlich in Libyen getötet

Foto © APAnton Hammerl wurde vermutlich in Libyen getötet

Die Angehörigen des seit mehr als sechs Wochen in Libyen vermissten südafrikanisch-österreichischen Fotografen Anton Hammerl gehen davon aus, dass der 41-Jährige nicht mehr am Leben ist. Das sagte die Sprecherin der in der Nähe von London lebenden Familie, Bronwyn Friedlander, am Freitag telefonisch der APA. Das Szenario, das diese Woche freigelassene Journalistenkollegen beschrieben haben, legt nach ihren Worten den Tod des Fotografen nahe.

Laut dem Sprecher des österreichischen Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal, schilderten die Journalisten, die sich zum Zeitpunkt ihrer Festnahme Anfang April bei Anton Hammerl befanden, gegenüber der österreichischen Botschafterin, dass in von Gaddafi-Truppen gehaltenem Territorium auf sie geschossen worden sei. Das letzte Mal, als sie Hammerl gesehen hätten, sei er verletzt zurückgeblieben. Sie selbst seien weggebracht worden und hätten ihm daher nicht helfen können.

"Es scheint, dass die Verletzungen, die er erlitten hat, ziemlich ernst waren und er sofortige medizinische Hilfe gebraucht hätte, und das ist mitten im Nirgendwo passiert", sagte Friedlander dazu. "Nach allen Berichten klingt es so, als würde Anton nicht heimkommen."

Die Familie selbst hatte zuvor in einer Erklärung mitgeteilt, Anton Hammerl sei "von Gaddafis Truppen an einem äußerst abgelegenen Ort in der libyschen Wüste angeschossen" worden. "Worte reichen einfach nicht aus, um das unglaubliche Trauma zu beschreiben, das die Familie Hammerl durchlebt", hieß es in dem Text weiter.

Bisher war davon ausgegangen worden, dass der südafrikanisch-österreichische Doppelstaatsbürger zeitgleich mit zwei US-Journalisten und einem spanischen Fotografen am 5. April von Pro-Gaddafi-Truppen festgenommen wurde. Die drei anderen ausländischen Medienleute wurden am Mittwoch dieser Woche gemeinsam mit einem Briten freigelassen.


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