Trotz Verbots Demo gegen Sparkurs in Madrid

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Trotz eines Demonstrationsverbots sind in der spanischen Hauptstadt Madrid am Mittwochabend erneut mehr als 1.000 Menschen gegen die Wirtschaftspolitik und den Sparkurs der Regierung auf die Straße gegangen. Die Demonstranten forderten politische und soziale Reformen und riefen Parolen wie "Wir haben das Recht, uns zu empören".
Auf mitgeführten Spruchbändern hieß es: "Ihr nehmt Euch das Geld, wir nehmen uns die Straße" oder "Wenn Ihr uns nicht träumen lasst, lassen wir Euch nicht schlafen". Die Wahlkommission hatte die Kundgebung mit der Begründung untersagt, sie störe den Wahlkampf und schränke die Freiheit der Bürger in ihrem Wahlrecht ein.
Die Organisatoren hatte über Internet-Netzwerke zu der Kundgebung aufgerufen. Die Protestbewegung soll in mehreren spanischen Städten bis mindestens zu den Regional- und Kommunalwahlen am kommenden Sonntag fortgesetzt werden. Bereits am Dienstagabend hatten über 1.000 Menschen im Zentrum Madrids demonstriert.
Die Regierung von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hat unter anderem die Beamtengehälter gesenkt, die Pensionen eingefroren und den Kündigungsschutz gelockert. Sie begründete diese Politik mit der Notwendigkeit, das Budget zu sanieren. Die Arbeitslosenrate liegt in Spanien bei 21 Prozent, bei der Jugendarbeitslosigkeit betrug die amtliche Rate im Februar sogar 44,6 Prozent.












