Deutschland verkleinert seine Streitkräfte

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Deutschland wird seine Streitkräfte deutlich verkleinern. Die Zahl der Soldatinnen und Soldaten soll von 220.000 auf maximal 185.000 verringert werden. Ein Ziel ist es dabei auch, zukünftig mit weniger Geld auszukommen. Diese Pläne von Verteidigungsminister Thomas de Maiziere hat das Kabinett am Mittwoch in Berlin gebilligt.
De Maiziere unterstrich, die Streitkräfte müssten einer "neuen Beurteilung der Lage" angepasst werden. Organisation und Struktur der Bundeswehr seien im Hinblick auf die künftigen Herausforderungen unzureichend. Der Minister verwies auf die zahlreichen Auslands-Missionen: "Die Bundeswehr ist deshalb eine Armee im Einsatz, und das gilt seit Jahren."
Zentraler Bestandteil der Reform, die schon sein Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg in Angriff genommen hatte, ist die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht. Sie bleibt zwar in der Verfassung verankert, wird aber bereits seit einigen Monaten nicht mehr angewandt.
Stattdessen ist ab 1. Juli ein freiwilliger Wehrdienst von 12 bis 23 Monaten vorgesehen. De Maiziere plant dabei zunächst nur mit etwa 5.000 Freiwilligen, nachdem es bei der Anwerbung Probleme gibt. Im Konzept ist eine Höchstzahl von 15.000 Freiwilligen vorgesehen. Für Auslandseinsätze sollen künftig 10.000 statt bisher 7.000 Soldaten zur Verfügung stehen.
Gestrafft wird auch die Verwaltung. Die Zahl der zivilen Mitarbeiter soll auf 55.000 zivile Mitarbeiter zurückgehen. Bisher umfasste der zivile Bereich der Bundeswehr 75.000 Stellen. Im Verteidigungsministerium sollen statt derzeit 3.500 nur noch 2.000 Mitarbeiter bleiben.












