Bin Ladens Versteck schon seit vier Jahren bekannt
Der afghanische Geheimdienst will von Osama Bin Ladens Versteck seit Jahren gewusst haben. Dieses Wissen habe man auch an Pakistan weitergegeben.

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Der frühere afghanische Geheimdienstchef hat nach eigenen Angaben seit Jahren gewusst, dass Osama bin Laden sich in Pakistan versteckte. Amrullah Saleh sagte dem US-Fernsehsender CBS in einem Interview, das am Sonntag ausgestrahlt wurde, er habe den pakistanischen Behörden vor vier Jahren entsprechende Hinweise gegeben, sei aber abgewiesen worden.
Saleh erklärte, der afghanische Geheimdienst habe angenommen, dass Bin Laden sich in der pakistanischen Stadt Mansehra versteckt hatte. Die Stadt liegt rund 20 Kilometer von Abbottabad entfernt, wo Bin Laden schließlich von einer US-Kommandoeinheit getötet wurde. Saleh ist ein prominenter Kritiker der Bemühungen des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai, Friedensverhandlungen mit den Taliban aufzunehmen.
Er sagte CBS, die USA sollten Pakistan als feindlich gesinntes Land betrachten. Die Regierung nehme das Geld aus Washington, kooperiere aber nicht im Kampf gegen den Terrorismus und trage zur Verbreitung von Atomwaffen bei.
US-Verteidigungsminister Gates bezeichnete indes einen beschleunigten Abzug der Truppen aus Afghanistan wegen der Tötung Bin Ladens als verfrüht. Es sei zu früh, so kurz nach dem Tod des Terrorchefs bereits derart weitreichende Schlüsse zu ziehen, sagte Gates CBS. Ein schnellerer Abzug der Truppen aus Afghanistan könne deshalb noch nicht in Erwägung gezogen werden.
Nach der Tötung Bin Ladens waren Forderungen laut geworden, den geplanten Truppenabzug zu beschleunigen, da es keinen Grund mehr für die hohe Zahl der am Hindukusch stationierten Soldaten gebe. Es seien lediglich noch etwa 200 Al-Kaida-Kämpfer in Afghanistan aktiv, während die NATO dort mehr als 140.000 Soldaten stationiert habe. Gates sagte, die Tötung Bin Ladens könne die Situation im Krieg in Afghanistan allerdings wieder verändern.















