Hamas will Israel weiter nicht anerkennen

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Ismail Haniyeh, Führer der radikalen Hamas im Gazastreifen, hofft auf ein "Ende des zionistischen Projekts in Palästina". Haniyeh bekräftigte am Sonntag in einer Ansprache zum sogenannten Nakba-Tag, seine Organisation werde den Staat Israel nicht anerkennen. Er forderte in einer Moschee in Gaza mehrere hundert muslimische Gläubige dazu auf, für das Ende des Staates Israel zu beten.
Haniyeh hatte Anfang des Monats in Kairo gemeinsam mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas ein Versöhnungsabkommen zwischen den Organisationen Hamas und Fatah unterzeichnet. Die lange verfeindeten Gruppierungen wollen eine gemeinsame Regierung bilden, die allerdings aus parteifernen Experten bestehen soll. Israel fordert als Bedingung für eine Zusammenarbeit mit der neuen Führung, dass die Regierung Israel und die unterzeichneten Verträge anerkennt sowie der Gewalt abschwört.
Zum Jahrestag der israelischen Staatsgründung hat Israel am Sonntag tausende Polizisten in Ostjerusalem, den Palästinensergebieten und Israel mobilisiert. In der Früh kam es im Ostjerusalemer Stadtteil Issawiya zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und Sicherheitskräften. Nach Polizeiangaben wurden dabei acht Polizisten und 13 Palästinenser verletzt. Aus Furcht vor Anschlägen und Ausschreitungen hatte Israel am Samstagabend bereits das Westjordanland abgeriegelt. Auch der Zugang zum Tempelberg in Jerusalem wurde eingeschränkt.
Die Palästinenser bezeichnen die Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948, in deren Folge mehr als 760.000 Palästinenser flohen oder vertrieben wurden, als "Nakba" (Katastrophe). Für Sonntag waren im Westjordanland und im Gazastreifen zahlreiche Demonstrationen gegen Israel geplant. Am Freitagabend war bei Krawallen im Vorfeld des Jahrestages ein palästinensischer Jugendlicher getötet worden.
In Tel Aviv fuhr unterdessen ein arabischer Israeli mit einem Lastwagen in eine Gruppe von Fahrzeugen und Fußgängern. Ein Mensch kam dabei ums Leben, mindestens zwei weitere wurden nach Polizeiangaben schwer verletzt. Die Polizei ermittle, ob es sich um einen Unfall oder einen Terrorakt zum "Nakba"-Gedenktag handle, sagte ein Sprecher.












