Steuer- und Abgabenlast über OECD-Schnitt

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Die Steuer- und Abgabenlast auf Arbeitseinkommen ist in Österreich 2010 stabil geblieben. Sie liegt aber weiter deutlich über dem OECD-Schnitt, so eine Studie der Organisation. Von den Kosten, die ein unverheirateter Arbeitnehmer ohne Kinder mit einem durchschnittlichen Verdienst dem Arbeitgeber verursacht, entfielen demnach 47,9 Prozent auf Steuern und Sozialabgaben (OECD-Schnitt: 34,9 Prozent).
In zwei von drei OECD-Ländern habe sich die Steuer- und Abgabenlast 2010 erhöht. Hierzulande sei die Belastung insgesamt um 0,09 Prozentpunkte gestiegen, laut OECD ausgelöst durch geringfügig höhere Steuern für kinderlose Gutverdiener.
Als Durchschnittslohn wurde von der OECD der durchschnittliche Jahresbruttoverdienst eines kinderlosen Vollzeitarbeitnehmers in der Privatwirtschaft herangezogen, dieser lag in Österreich 2010 bei 39.828 Euro.
Bei Alleinerziehern mit zwei Kindern und zwei Drittel des Durchschnittsgehalts beispielsweise flossen 2010 wie schon im Jahr davor 26,4 Prozent der Arbeitskosten (Bruttoeinkommen plus Sozialbeiträge Arbeitgeber) in Steuern und Sozialbeiträge (OECD: 15,8 Prozent). Bei einem verheirateten Durchschnittsverdiener mit zwei Kindern und einem Partner, der nicht arbeitet, waren es 36,6 Prozent (OECD: 24,8 Prozent). Für ein Ehepaar mit zwei Kindern, bei dem einer den Durchschnittslohn und der andere zwei Drittel davon verdiente, lagen Steuern und Sozialabgaben bei 40 Prozent (OECD: 29,8 Prozent).
Bei einem Single mit zwei Drittel des Durchschnittseinkommens gingen 43,3 Prozent in Steuern und Sozialbeiträge (OECD: 31,3 Prozent). Kinderlose Spitzenverdiener mit 167 Prozent des Durchschnittsgehaltes waren mit einer gestiegenen Belastung um 0,3 Prozentpunkte konfrontiert. Ihre Gesamtabgaben stiegen demnach auf 50,4 Prozent der Arbeitskosten (OECD: 39,4 Prozent).












