Gilani spricht im Parlament zu Bin-Laden-Operation

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Nach der US-Operation zur Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in Pakistan will sich Premier Gilani im Parlament äußern. Die Regierung ist unter innenpolitischen Druck geraten. Gilani wird vorgeworfen, die Souveränität des Landes nicht gegen die eindringenden US-Spezialkräfte geschützt zu haben. Selbst aus der eigenen Volkspartei PPP gibt es Rücktrittsforderungen an ihn und Präsident Zardari.
In der nordwestpakistanischen Stadt Abbottabad hatten US-Kommandos vor einer Woche Bin Laden getötet. Die pakistanische Regierung war zuvor nicht informiert worden.
Die pakistanische Führung will unterdessen aus der Entdeckung und Tötung von Osama bin Laden keine personellen Konsequenzen ziehen. Innenminister Malik sagte der saudischen Zeitung "Okaz": Niemand wird zurücktreten, weder der Innenminister, noch der Ministerpräsident, nicht der Geheimdienstchef und auch nicht der Präsident."
US-Präsident Obama geht davon aus, dass es ein Unterstützer-Netzwerk für Bin Laden in Pakistan gab. Auch unabhängige Experten sind der Meinung, dass sich der meistgesuchte Terrorist der Welt sich sonst nicht so lange in einem dicht besiedelten Gebiet hätte aufhalten können, ohne entdeckt zu werden.
Malik war nach Saudi-Arabien geflogen, um zu besprechen, was mit Bin Ladens Angehörigen geschehen soll, die noch in Pakistan sind. Die Familie des getöteten Terrorchefs stammt aus Saudi-Arabien. In dem Interview sagte er: "Der pakistanische Geheimdienst war nicht daran beteiligt, Bin Laden zu schützen." Er räumte allerdings ein, dass es "Lecks" bei den Sicherheitskräften seines Landes gibt. "Wir werden diese Löcher stopfen", versprach er.












