Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
23. Mai 2013 16:19 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Schulreife soll mehr von Deutschkenntnissen abhängen Amnesty übt scharfe Kritik an Russland und Ungarn Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Schulreife soll mehr von Deutschkenntnissen abhängen Amnesty übt scharfe Kritik an Russland und Ungarn
Zuletzt aktualisiert: 08.05.2011 um 18:54 UhrKommentare

Osama, Obama und die Macht der Bilder

Fotos des toten Osama Bin Laden zeigt er nicht. Stattdessen schickte US-Präsident Obama Terrorchef Osama bin Laden lebendig über die Bildschirme - und erreichte damit vor allem eins: Die Galionsfigur des Terrors ist entmystifiziert. Es bleibt das Bild eines alten, einsamen Mannes.

Bin Ladens Verwandlung vom Märtyrer zum alten Mann in Wolldecken

Foto © APBin Ladens Verwandlung vom Märtyrer zum alten Mann in Wolldecken

Da sitzt er. Alt, grau und gebeugt. Fast bemitleidenswert. Um die Schultern eine Decke, eine Wollmütze krönt das schmale Gesicht. In einem schäbigen Raum mit nackten Wänden und herabhängenden Kabeln. Der alte Mann und sein Fernseher.

Die Fernbedienung legt er nicht mehr aus der Hand. Sie ist seine Verbindung zur Welt. Doch darin betrachtet er am liebsten nur sich selbst. "Wie ein alternder Schauspieler, der von seinem Comeback träumt" schrieb die "New York Times". Und drückte aus, worin sich die US-Medien am Sonntag einig waren: Mit dem Griff in die Trickkiste hat die Obama-Regierung nicht nur den Triumph ihrer Geheimdienste gefeiert. Sie hat Bin Ladens Bild für die Nachwelt gestürzt. Der Al-Kaida-Chef sollte darin nicht als mächtiger Märtyrer eingehen, "sondern als Medienfigur, die sich selber kreiert hat", so die Internetzeitung "politico.com".

Fotoserie: USA publizieren Bin-Laden-Videos

Bilder sagen mehr als Worte - das haben die tonlosen Dokumente in ihrer Unterschiedlichkeit erneut bewiesen: Bin Laden in seiner Freizeit und Bin Laden als Anchorman grausamer Videobotschaften. Ein Unterschied wie Tag und Nacht, der auch dem Terrorchef nicht verborgen geblieben zu sein scheint. "Er hat sich neidisch selbst betrachtet", kommentierte "politico.com".

Landesweit flimmerten am Sonntag die Bilder des alten Mannes über die Schirme, den viele bemitleidet hätten, wäre sein Name nicht Osama Bin Laden gewesen. "Mir fiel sofort das Bild von Saddam Hussein in seinem Erdloch ein", so eine Studentin in einer Washingtoner Bar, wo die Aufnahmen den ganzen Samstagabend lang flimmerten. Und ein Blogger auf der Webseite von CNN schrieb: "Wer auch immer die Idee hatte, diese Videos anstatt Osamas Leiche zu zeigen - er hat eine Gehaltserhöhung verdient."

Viele sind sich einig: Präsident Obama hat diese Trophäe aus dem Krieg gegen den Terror geschickt eingesetzt. Ohne lauten Jubel sicherte er sich Applaus. Rechtzeitig zum Wahlkampfauftakt läuft die Propagandamaschine auf Hochtouren. Die durch Wirtschaftskrise und Wahlschlappe bei den Halbzeitwahlen angeschlagene Regierung hat die Woche eins nach Osama Bin Laden nach allen Regeln der Kunst ausgekostet.

Die "Washington Post" griff das am Wochenende in einer Karikatur auf. Darin entrollt Obama einen Steckbrief von Osama Bin Laden, mit dem Vermerk: Verstorben. "Meine Wieder-Geburtsurkunde", kommentiert der Präsident.

Antje Passenheim/dpa

KLEINE.tv

Sulm-Kraftwerk: Ein Hauch von Hainburg

Etwa 250 Menschen demonstrierten in Schwanberg gegen Ein Wasserkraftwerk...Bewertet mit 4 Sternen

 

Politik im Bild

Terror von London: Soldat getötet 

Terror von London: Soldat getötet

 

Griechenland in der Krise



Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang