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Zuletzt aktualisiert: 07.05.2011 um 09:52 UhrKommentare

US-Drohnenangriff im Jemen auf Hassprediger Awlaki

Foto © APA

Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge versucht, den gesuchten Hassprediger Anwar al-Awlaki im Jemen mit einem Drohnenangriff zu töten. Der Jemenit, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, scheine die Attacke vom Donnerstag aber überlebt zu haben, berichtete die "New York Times" online unter Berufung auf Regierungsquellen.

Nach Informationen der "Washington Post" wurden Raketen auf ein Fahrzeug mit zwei Al-Kaida-Mitgliedern abgeschossen, beide Männer seien getötet worden. Es war den Angaben zufolge der erste Angriff mit einer US-Drohne im Jemen seit 2002, als der Geheimdienst CIA mit einem der ferngesteuerten Flugroboter ein Auto mit Terrorverdächtigen unter Feuer nahm. Die USA haben zwar bereits seit dem Vorjahr Drohnen ausgiebig im Jemen eingesetzt, aber nur zu Aufklärungszwecken.

Awlaki gilt als besonders gefährlich. Die USA führen den Jemeniten auf einer Liste, nach der er "tot oder lebendig" gefasst werden soll. Nach dem Tod von Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden könnte er einer der möglichen "Erben" des Terroristenchefs sein.

Nach Awlaki wird auch im Zusammenhang mit dem vereitelten und im Jemen geplanten Anschlag auf eine Passagiermaschine Weihnachten 2009 in der US-Metropole Detroit gefahndet. Im November vorigen Jahres hatte er Muslime aufgerufen, US-Bürger zu töten. Außerdem soll Awlaki in Kontakt mit dem Amokläufer von Fort Hood gestanden haben, der Ende 2009 auf dem texanischen Militärstützpunkt zwölf Soldaten und einen Zivilisten getötet hatte.

Durch seine Jugendjahre in den USA weiß er besonders gut, wie man kulturell entfremdete Muslime im Westen für den islamistischen Terror gewinnt. Er hatte in den vergangenen zehn Jahren Kontakt zu mehreren Al-Kaida-Terroristen, die später Selbstmordattentate verübten. Für sie war Awlaki eine Art Mentor gewesen.

Quelle: APA

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