Kanzler Faymann traf Premier Wen Jiabao in China

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Bundeskanzler Faymann hat am Donnerstag bei seinem Besuch in China gegenüber Premier Wen Jiabao seine Besorgnis über den Verbleib des Künstlers Ai Weiwei geäußert. "Premier Wen hat unsere Sorgen mit hoher Aufmerksamkeit registriert und auch seinen Standpunkt dargelegt. Es war mir persönlich wichtig, dieses Thema so ausführlich zu besprechen", sagte Faymann nach dem Treffen.
Faymann und die österreichische Delegation waren am Donnerstag bei einem Besuch in Peking zu einem Arbeitsgespräch mit Wen zusammengetroffen. "Die Atmosphäre des Gesprächs, das mehr als zwei Stunden gedauert hat, war sehr gut und von gegenseitigem Respekt gekennzeichnet", sagte der Bundeskanzler. .
Die Kritik von Außenminister Spindelegger an der Verhaftung Ais wurde indes von einer Sprecherin des chinesischen Außenamtes zurückgewiesen. Andere Länder sollten sich nicht einmischen, sagte die Sprecherin. "Wir hoffen, dass die anderen Länder die Souveränität der chinesischen Justiz respektieren können." Der Fall Ais werde noch untersucht.
Bei dem Treffen zwischen Faymann und Wen ging es um den Ausbau der wirtschaftlicher Beziehungen. "Wir haben umfassend über wirtschaftspolitische Themen gesprochen und auch konkrete Projekte vereinbart", sagte der Bundeskanzler. So will man sich unter anderem für Umwelttechnologie, Energieeffizienz, erneuerbare Energien und öffentlicher Verkehr verstärkt einsetzen. "Diese Bereiche sind für Österreich besonders entscheidend, da wir uns für den Ausstieg aus Kohle- und Atomstrom einsetzen", betonte der Bundeskanzler. An dem Gespräch nahmen auch Zhan Ping, Vizepremier für die Wirtschaftsplanung Chinas teil.
Am Freitagnachmittag mitteleuropäischer Zeit trifft Faymann auf Chinas Staatspräsidenten Hu Jintao.












