Zahlreiche Polizisten bei Anschlag im Irak getötet

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Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeiwache im Irak sind mindestens 21 Menschen getötet worden. Mindestens 75 Polizisten wurden nach Behördenangaben am Donnerstag verletzt, als sich der Attentäter vor der Polizeiwache in Hilla südlich von Bagdad in die Luft sprengte. Aus Angst vor Racheakten nach dem Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden wurden die Sicherheitsmaßnahmen landesweit verstärkt.
Der Selbstmordattentäter nutzte nach Angaben eines Behördensprechers den Moment des Wachwechsels, um durch das Haupttor auf das umzäunte Gelände zu fahren und seine 150-Kilogramm-Bombe zu zünden. Die Explosion riss einen zwei Meter breiten Krater auf und beschädigte die Fassade des Polizeigebäudes schwer.
Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. In dem vornehmlich schiitischen Hilla verübten sunnitische Aufständische, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehen, in den vergangenen Jahren immer wieder Attentate. Als Reaktion auf den Anschlag vom Donnerstag wurden die Sicherheitsmaßnahmen in zahlreichen Provinzen verstärkt.
Die Attacke zeige, dass "Al-Kaida bereit ist, den Tod von Osama bin Laden zu rächen", sagte ein Sprecher der Provinzpolizei Nadschaf. Weitere Vergeltungsschläge der Al-Kaida seien zu befürchten. Ein US-Spezialkommando hatte Al-Kaida-Chef Bin Laden in der Nacht zum Montag in einem Spezialeinsatz im pakistanischen Abbottabad getötet.
In Tus Khurmatu im Norden des Irak starben bei einem Bombenanschlag auf einen örtlichen Sicherheitschef nach Polizeiangaben zwei Leibwächter. In Bagdad wurden durch eine Bombenexplosion ein Zivilist getötet und drei weitere verletzt.
Insgesamt ist die Zahl der Anschläge im Irak in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Trotzdem sind tödliche Attentate weiter keine Seltenheit. Derzeit sind noch 45.000 US-Soldaten im Land stationiert, bis Jahresende sollen sie abgezogen werden.













