Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Mai 2013 22:23 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Ausschreitungen am Rande von Stockholm Historischer Besuch von Burmas Präsident in USA Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Ausschreitungen am Rande von Stockholm Historischer Besuch von Burmas Präsident in USA
Zuletzt aktualisiert: 03.05.2011 um 19:11 UhrKommentare

Taliban fordern Beweise für Tod

Die radikalislamischen Taliban fordern nun "überzeugende" Beweise für den Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden. Eine Reaktion auf den Tod des Terrorchefs wäre daher "verfrüht".

Die "Festung" von Bin Laden

Foto © APADie "Festung" von Bin Laden

"Die Amerikaner haben keine überzeugenden Dokumente vorgelegt, die ihre Behauptung beweisen und auch Osama bin Ladens engstes Umfeld hat Berichte über seinen Märtyrertod bisher weder bestätigt noch dementiert", erklärten radikalislamischen Taliban am Dienstag auf einer ihrer Internetseiten. Eine Reaktion auf den Tod des Terrorchefs wäre daher "verfrüht".

Es war die erste Äußerung der Taliban seit dem von den USA vermeldeten Tod des Chefs des Terrornetzwerks Al Kaida. Bin Laden war in der Nacht zum Montag von einer US-Spezialeinheit in Pakistan getötet worden.

Was wusste Pakistan über Bin Laden?

Der gewaltsame Tod Osama bin Ladens in einer auffälligen Villa unweit Islamabads wirft ein grelles Licht auf die amerikanisch-pakistanischen Beziehungen. Wie konnte sich der meistgesuchte Mann der Welt dort möglicherweise jahrelang verstecken - im Schatten einer Elite-Kaderschmiede des pakistanischen Militärs? Wie glaubwürdig sind Beteuerungen von Präsident Asif Ali Zardari, die Regierung habe nichts von der Zuflucht Bin Ladens in Abbottabad gewusst? Im US-Kongress werden erste Stimmen laut, die die Milliardenhilfen für den wichtigsten US-Verbündeten im Kampf gegen den Terrorismus infrage stellen.

"Er war an keinem Ort, an dem wir ihn erwartet hatten", beteuerte Präsident Zardari am Tag eins nach der US-Kommando-Aktion gegen den Al-Kaida-Führer. Mutmaßungen in US-Medien, Pakistan gewähre Terroristen Schutz, nennt er "gegenstandslose Spekulationen". Für das Land steht viel auf dem Spiel: Seit 2001 hat der US-Kongress Pakistan mit 20 Milliarden Dollar unterstützt, zumeist Militärhilfe. Damit ist der Nachbar Afghanistans eines der Top-Empfängerländer von US-Zahlungen.

"Bevor wir nur einen einzigen weiteren Cent bewilligen, wollen wir wissen, ob Pakistan im Kampf gegen den Terror wirklich an unserer Seite steht", betont der in Haushaltsfragen einflussreiche demokratische Senator Frank Lautenberg (New Jersey). Schließlich sei das Geld ausdrücklich geflossen, um Extremisten wie Bin Laden zu bekämpfen. Sein Parteifreund Joe Lieberman ergänzt, Pakistan werde Druck zu spüren bekommen: "Sie werden uns beweisen müssen, dass sie nicht wussten, wo Bin Laden steckte." Auch die einflussreiche Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Senats, Dianne Feinstein, warnte, viele Abgeordnete hätten ein Problem damit, ein Land zu unterstützen, das sich nicht mit ganzer Kraft einbringe.

Auch die pakistanischen Medien zeigten sich am Dienstag kritisch. "Dass Pakistan den meistgesuchten Mann der Welt hier nicht aufspüren konnte, ist schockierend", schrieb "The News". In einem Kommentar der "Daily Times" hieß es, man werde den USA die Tatenlosigkeit Pakistans nur schwer erklären können. Das pakistanische Fernsehen wiederholte am Dienstag immer wieder Archivaufnahmen von Premierminister Yousaf Raza Gilani, der beteuerte, Bin Laden halte sich nicht in Pakistan auf.

Die ehemalige US-Außenministerin Condoleezza Rice hält es für denkbar, dass die politische Führung Pakistans tatsächlich nicht wusste, dass Bin Laden gleich um die Ecke lebte. Ob das auch für die unteren Chargen gilt, ließ sie offen: "Da wird in den kommenden Wochen einiges herauskommen", sagte sie Reuters.

Die Beziehungen zwischen den USA und Pakistan sind ohnehin angespannt wegen der jüngsten US-Drohnen-Angriffe im Grenzgebiet zu Afghanistan. Dass die USA den Einsatz gegen Bin Laden nach dem derzeitigen Stand der Informationen ohne den Verbündeten auf pakistanischem Boden durchgezogen haben, spricht an sich schon Bände. "Das beschleunigt den Niedergang der Beziehungen noch einmal", schreibt der Militärexperte Shuja Nawaz auf www.foreignpolicy.com. Die Bin-Laden-Frage könnte für beide Länder zur schwersten Belastungsprobe seit 2001 werden.


KLEINE.tv

Nordkorea schießt drei Raketen ab

Noch nicht bewertet

 

Politik im Bild

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat 

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat

 

Griechenland in der Krise



Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang