Muslimbruderschaft in Ägypten gründet Partei

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Die islamistische Muslimbruderschaft in Ägypten bereitet sich auf die Parlamentswahl im September vor. Um dabei offiziell antreten zu können, wurde nun die neue Freiheits und Gerechtigkeitspartei gegründet. Diese werde mit der Bewegung der Muslimbrüder zwar kooperieren, sei aber von ihr unabhängig, sagte der Generalsekretär der Muslimbrüder, Mohammed Hussein, am Samstag in Kairo.
Es handle sich nicht um eine "islamistische Partei im alten Sinne", betonte der neue Parteichef Mohammed al-Moursi. Die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei sei eine "zivile und keine theokratische Partei". Die Muslimbrüder sind die größte oppositionelle Kraft des Landes. Allerdings waren sie bisher verboten und konnten nur mit unabhängigen Kandidaten bei Wahlen antreten. Bei der Parlamentswahl im September will ihre neue Partei etwa die Hälfte der Mandate erringen. Befürchtungen, das neue Parlament könnte islamistisch dominiert sein, versuchen die Muslimbrüder zu zerstreuen und zeigen sich offen für Bündnisse mit weltlichen Parteien. Für die Präsidentschaftswahl im November wollen die Muslimbrüder keinen Kandidaten aufstellen.
Die Muslimbruderschaft (arabisch: "Jamiat al-Ikhwan al-Muslimun"), die in zahlreichen islamischen Ländern Ableger hat (etwa die palästinensische Hamas), war 1928 von dem ägyptischen Lehrer Hassan al-Banna gegründet worden. Sie folgt der Devise: "Gott ist unser Ziel, der Koran unsere Verfassung".












