BZÖ für Zehn-Punkte-Programm zur Förderung der Wirtschaft
Das BZÖ hat am Samstag in Klagenfurt ein Zehn-Punkte-Programm zur Förderung der Wirtschaft vorgestellt. Vorgesehen ist etwa eine Steuersenkung und eine einheitliche "Business Tax".

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Wie Bündnisobmann Josef Bucher erklärte, will man so die Wirtschaft und somit kleine mittelständische Unternehmen in Österreich stärken, denn die Wirtschaft sei "schließlich für Arbeitsplätze verantwortlich, nicht die Politik." Das BZÖ möchte zudem den 30. April als "Tag der Wirtschaft" ausrufen.
"Business-Tax"
Das Programm umfasst unter anderem eine Steuersenkung und die Einführung einer einheitlichen "Business Tax" von 25 Prozent. Auch soll verhindert werden, dass Banken Vorteile durch "Steuerschlupflöcher" haben. Eine Verwaltungsreform, die einige Verwaltungsebenen einsparen und sogenannte Regionalverwaltungen aufbauen soll, wird ebenfalls gefordert. Stärkere Förderungen für Kleinbetriebe und Vergünstigungen für Ein-Mann-Betriebe bei der Aufnahme von Mitarbeitern sind ebenfalls vorgesehen.
Unter den Vorschlägen findet sich neben Begünstigungen von Betriebsgründungen auch die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft bei den Kammern. "Die Kammern sollen sich am freien Markt bewerben, die Mitgliedschaft muss freiwillig sein", erklärte Bucher. Im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktöffnung am morgigen 1. Mai spricht sich Bucher für mehr einheimische Facharbeiter aus: "Deshalb fordern wir eine Ausbildungsoffensive. Es müssen neue Lehrberufe und Berufsbilder entstehen und den jungen Menschen schmackhaft gemacht werden."
Wirtschaft als Pflichtfach
"Österreich muss energieautark werden", sagte Bucher und sprach somit einen weiteren Punkt der BZÖ-Vorschläge an. Konkret soll die Atom-Energie durch Steuern und Abgaben so teuer gemacht werden, sodass Investitionen in erneuerbare Energieformen attraktiver werden. Um die Schwarzarbeit einzudämmen, fordert das BZÖ einen sogenannten Handwerkerbonus. Demnach sollen handwerkliche Arbeiten bis zu 2.000 Euro im Jahr steuerlich absetzbar werden. "Die Menschen sollen so animiert werden, lieber einen Facharbeiter zu holen als auf Nachbarn zu setzen", sagte der Politiker. Zu guter Letzt möchte Bucher das Unterrichtsfach "Wirtschaft" im Pflichtschulbereich einführen. "Studien haben ergeben, dass rund 50 Prozent der Jugendlichen nicht wissen, was Zinsen sind. Dabei ködern sie die Banken mit Krediten für junge Menschen", erklärte er. Der Parteichef kündigte für demnächst einen entsprechenden Antrag zum Zehn-Punkte-Programm im Nationalrat an.













