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Zuletzt aktualisiert: 27.04.2011 um 18:08 UhrKommentare

Lebewohl Politik - servus Raiffeisen?

Neue Aufgaben für Josef Pröll: Der Mitte April aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretene Ex-Vizekanzler und Finanzminister könnte vielleicht schon bald in der Unternehmensgruppe Raiffeisen unter dem Giebelkreuz seine neue berufliche Zukunft finden.

Foto © APA

Josef Pröll könnte vielleicht bald für Raiffeisen tätig sein. "Es hat ein Kontaktgespräch gegeben", berichtete am Mittwoch der Generaldirektor der Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien, Erwin Hameseder.

Zur Raiffeisen Holding gehören große Unternehmen wie Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Agrana, Leipnik Lundenburger, NÖM, Strabag oder Medienbeteiligungen wie der "Kurier". Hameseder sagte heute auf Nachfrage, dass der Kontakt von Pröll gesucht wurden. "Es hat ein Gespräch gegeben", sagte der Raiffeisen-Manager, der zugleich wie vorige Woche abermals ausschloss, dass es um Leitungspositionen in der Raiffeisenlandesbank oder in der Raiffeisen-Holding gehe. Nicht ausgeschlossen wurde aber, dass es um Positionen bei Tochterfirmen gehen kann.

"Einige Türen" stehen Pröll offen

Seit seinem Rücktritt ranken sich Spekulationen um einen Einzug des scheidenden ÖVP-Chefs bei Agrana (Zucker) bzw. Leipnik-Lundenburger. Die Spekulationen wollte Hameseder heute nicht kommentieren. Pröll ist nach einer schweren Lungenembolie aus der Politik ausgeschieden. "Der Vizekanzler sagte uns, dass er derzeit noch nicht so weit ist. Die Ärzte rieten ihm dringend zur Ruhe, sich keinem Zeitdruck auszusetzen." Pröll brauche noch längere Zeit, um zu genesen. "Es gibt von ihm und uns keinerlei Zeitdruck", meinte Hameseder, und auch keinerlei Vertragsverhandlungen.

Er unterstrich jedoch, "dass einige Türen offen stehen". Hameseder: "Wenn es so weit ist, werden wir über Fakten reden. Wir wissen nicht, wie Pröll sich entscheidet."

Auch um Werner Wutscher, der mit Anfang Mai vorzeitig den Vorstand von Rewe verlässt, rankten sich zuletzt Gerüchte um eine Wechsel zu Raiffeisen. Darüber gab es nach Angaben von Raiffeisen Niederösterreich-Wien keine Gespräche.


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