Massenschlägerei zwischen Roma und Rechtsradikalen
Zu einer Massenschlägerei zwischen Roma und Mitgliedern der paramilitärischen rechtsradikalen Vereinigung "Vederö" ist es am Dienstag in der zentralungarischen Ortschaft Gyöngyöspata gekommen.

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Dabei wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer, berichtet die Ungarische Nachrichtenagentur MTI. Mehrere hundert Polizisten seien in der Gemeinde eingetroffen und mehrere Menschen abgeführt worden.
Laut Aladar Horvath, Vorsitzender der Roma-Bewegung Bürgerrechte, sei die Schlägerei am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr ausgebrochen, nachdem uniformierte Personen Steine auf ein Haus in der Roma-Siedlung geworfen hatten. Weiter hätten unbekannte Personen aus der Ferne Gegenstände auf die Roma gerichtet, die wie Waffen ausgesehen hätten. Am Dienstag seien mehrere Mitglieder von "Vederö" nach Gyüngyöspata zurückgekehrt, die die "verminderte Aufmerksamkeit" der Polizei ausnutzten, berichtete das Roma-Pressezentrum (RSK). Diese Personen hätten gemeinsam mit ihren Sympathisanten in Gyöngyöspata jene Roma den ganzen Tag über provoziert, die nicht in der Roma-Siedlung, sondern im Ortskern wohnen.
Während der Osterfeiertage hatten rund 300 Roma-Frauen und Kinder Gyöngyöspata aus Angst vor dem angekündigten "Vederö"-Trainingslager verlassen und waren vom Roten Kreuz im Ferienlager in Csilleberc und in einem Kulturzentrum in der Stadt Szolnok untergebracht worden. Die Polizei löste das Trainingslager auf und führte dessen Organisatoren ab.












