Netanyahu verurteilte Angriff bei Josefsgrab

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Der israelische Regierungschef Netanyahu hat den tödlichen Angriff auf einen jüdischen Pilger beim Josefsgrab im Westjordanland verurteilt. Die Autonomiebehörde müsse den Schützen, einen palästinensischen Polizisten, zur Rechenschaft ziehen, forderte Netanyahu am Sonntag nach der Beerdigung des Opfers. Der Tote ist ein Neffe der israelischen Bildungsministerin Likud.
Seine Pilgergruppe war am Sonntagmorgen von Polizeikugeln getroffen worden. Das Josefsgrab liegt auf palästinensisch kontrolliertem Gebiet. Nach der Überlieferung ist es die letzte Ruhestätte des biblischen Patriarchen.
Jüdische Siedler im Westjordanland reagierten mit Racheaktionen auf den Vorfall in Nablus. Im Umkreis der Stadt bewarfen radikale Siedler palästinensische Autos mit Steinen. Dabei wurde ein 13-jähriger Palästinenser am Kopf verletzt. Auch bei Hebron im südlichen Westjordanland kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Siedlern und Palästinensern.
Repräsentanten beider Seiten bemühten sich um eine Klärung der genauen Umstände des Vorfalls. Aus israelischen Armeekreisen verlautete, das Blutvergießen hätte vermieden werden können, wenn der Besuch abgestimmt worden wäre. Die Armee bietet etwa jeden Monat gesicherte Ausflüge zu dem Josefsgrab an.













